So erreicht Bayern gegen PSG das CL-Finale – alle Szenarien im Überblick

Vjekoslav Keskic
Foto: Getty Images

Der FC Bayern steht im Halbfinal-Rückspiel der Champions League gegen Paris Saint-Germain unter Druck. Nach der spektakulären 4:5-Niederlage im Hinspiel benötigen die Münchner in der Allianz Arena eine Aufholjagd, um doch noch ins Finale einzuziehen. Doch welche Ergebnisse reichen dem deutschen Rekordmeister überhaupt? Ein Überblick über alle möglichen Szenarien.

Die Ausgangslage vor dem Rückspiel gegen PSG ist klar: Der FC Bayern muss gewinnen, um weiter vom Champions-League-Titel träumen zu dürfen. Nach dem 4:5 im Prinzenpark vor einer Woche reicht den Münchnern allerdings nicht jeder Erfolg.


Ein Sieg mit mindestens zwei Toren Unterschied würde den Bayern direkt den Finaleinzug sichern. Gewinnt die Mannschaft von Vincent Kompany beispielsweise mit 2:0, 3:1 oder 4:2, steht der FCB im Endspiel der Königsklasse.

Anders sieht es bei einem Sieg mit nur einem Treffer Differenz aus. In diesem Fall würde es nach Hin- und Rückspiel insgesamt unentschieden stehen. Dann geht die Partie zunächst in die Verlängerung.

Wichtig dabei: Die frühere Auswärtstorregel existiert seit der Saison 2021/22 nicht mehr. Die vier Auswärtstore der Bayern aus dem Hinspiel in Paris verschaffen dem deutschen Rekordmeister daher keinen Vorteil mehr.

Das bedeutet konkret: Ein 1:0-Heimsieg würde nicht automatisch zum Finaleinzug reichen, obwohl die Bayern auswärts vier Treffer erzielt haben. Die Anzahl der Auswärtstore spielt bei Gleichstand keine Rolle mehr.

Verlängerung und Elfmeterschießen möglich


Sollte der FC Bayern nach 90 Minuten mit exakt einem Tor Unterschied führen und damit insgesamt Gleichstand herstellen, geht das Halbfinale in die Verlängerung. Dort werden zweimal 15 Minuten gespielt.

Fällt auch in der Verlängerung keine Entscheidung, kommt es schließlich zum Elfmeterschießen. Erst dort würde endgültig entschieden werden, welches Team ins Finale der Champions League einzieht.

Für PSG ist die Ausgangslage dagegen komfortabler. Die Franzosen erreichen das Finale bereits mit einem Unentschieden oder sogar einer Niederlage mit einem Tor Unterschied.

Genau deshalb wird für die Münchner vor allem die Balance zwischen Offensive und Defensive entscheidend sein. Der FC Bayern muss Druck erzeugen und Tore erzielen, darf PSG gleichzeitig aber nicht erneut zu viele Räume anbieten.

Das Hinspiel hat eindrucksvoll gezeigt, wie gefährlich die Offensive der Pariser ist. Gleichzeitig bewiesen die Bayern mit vier Treffern in Paris ebenfalls, dass sie jederzeit in der Lage sind, PSG defensiv vor große Probleme zu stellen.

Fest steht: Die Fans in der Allianz Arena dürfen sich auf einen echten Champions-League-Krimi einstellen – mit Verlängerung und Elfmeterschießen als durchaus realistische Szenarien.

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