Vincent Kompany geht mit bemerkenswerter Gelassenheit in das Halbfinal-Rückspiel der Champions League gegen Paris Saint-Germain. Während rund um das Duell in der Allianz Arena die Spannung stetig steigt, strahlt der Bayern-Coach vor allem eines aus: Ruhe.
Auf der Abschluss-Pressekonferenz machte der 40-Jährige deutlich, dass er sich bewusst nicht von der Bedeutung des Spiels überwältigen lässt. „Bei mir überwiegt die innere Ruhe. Ich versuche, die Emotionen vom Spiel nicht zu früh eine Rolle spielen zu lassen“, erklärte Kompany.
Stattdessen richtet er den Blick auf das Wesentliche – und denkt bereits an die letzten Worte, die er seiner Mannschaft vor dem Anpfiff mitgeben will. Ein Detail, das zeigt, wie akribisch der Belgier auch die mentale Vorbereitung angeht.
Klare Mission: Gewinnen
Inhaltlich formulierte Kompany eine ebenso einfache wie klare Zielsetzung. Für ihn steht nicht die Spielphilosophie im Vordergrund, sondern das Ergebnis.
„Unsere Mission ist, Spiele zu gewinnen. Nur darum geht es, nicht um Philosophien“, betonte er. Gerade in einem K.o.-Spiel wie diesem sei Pragmatismus gefragt. „Am Ende geht es darum, ein Tor mehr als der Gegner zu schießen“, so der Bayern-Coach.
Diese Haltung passt zur Ausgangslage: Nach dem 4:5 im Hinspiel müssen die Münchner zwingend gewinnen, um das Finale zu erreichen.
Keine großen Umstellungen erwartet

Auch mit Blick auf mögliche taktische Anpassungen hielt sich Kompany bedeckt – bewusst. „Wie soll ich die Frage beantworten? Das wäre eine sehr blöde Antwort von mir“, sagte er mit einem Schmunzeln und ließ sich nicht in die Karten schauen.
Statt grundlegender Änderungen setzt er auf Feinjustierung. „Es geht darum, den Jungs immer wieder kleine Details als Lösung zu bieten.“
Das deutet darauf hin, dass Bayern seiner Linie treu bleiben wird – mit punktuellen Anpassungen, insbesondere in der Balance zwischen Offensive und Defensive.
Neben der sportlichen Komponente hob Kompany auch die Bedeutung der Fans hervor. Die Allianz Arena soll einmal mehr zu einem entscheidenden Faktor werden. „Zwischen der Mannschaft und den Fans besteht eine gute Beziehung“, erklärte er und erinnerte daran, wie sich die Wahrnehmung im Laufe der Saison verändert hat.
„Zu Saisonbeginn glaubten vielleicht nicht viele, dass wir es noch ins Finale schaffen würden – aber jetzt sind wir hier.“
Für den Belgier ist klar: Diese besondere Verbindung soll im Rückspiel den Unterschied machen. „Wir wollen daraus einen unvergesslichen Moment machen.“



