Bayern offen für Angebote: Dieser Top-Verdiener steht vor Abschied

Vjekoslav Keskic
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Beim FC Bayern stehen im Sommer viele personelle Entscheidungen an. Einer der Namen, der dabei zunehmend in den Fokus rückt, ist Min-jae Kim. Der Innenverteidiger ist zwar weiterhin Teil der Defensiv-Rotation, doch seine Rolle wirft intern offenbar Fragen auf.

Vor allem ein Blick auf die Champions-League-Saison zeigt, wie sich die Hierarchie entwickelt hat. Lediglich 314 Einsatzminuten in der Königsklasse verdeutlichen, dass Vincent Kompany in den entscheidenden Spielen auf andere Lösungen setzt.


Für einen Spieler, der einst als Abwehrchef verpflichtet wurde, ist das ein deutliches Signal. Kim gehört zwar weiterhin zum Kader, ist aber nicht mehr die erste Wahl, wenn es um die ganz großen Spiele geht.

Gehalt als zentraler Faktor

Hinzu kommt die wirtschaftliche Komponente. Mit einem geschätzten Jahresgehalt von rund 16 Millionen Euro zählt der Südkoreaner zu den Topverdienern im Münchner Kader.

Gerade vor dem Hintergrund, dass die Bayern ihre Kostenstruktur im Blick behalten wollen, wird diese Kombination aus hohem Gehalt und reduzierter sportlicher Rolle zum entscheidenden Thema. Wie das Portal Fussballdaten berichtet, soll deshalb die Bereitschaft bestehen, Angebote ernsthaft zu prüfen.

Dabei haben die Verantwortlichen offenbar eine klare Vorstellung davon, ab wann Gespräche konkret werden könnten. Demnach würde man sich bei einer Ablösesumme im Bereich von 35 bis 40 Millionen Euro an den Verhandlungstisch setzen.

Zum Vergleich: Erst 2023 hatte der FC Bayern rund 50 Millionen Euro für Kim an den SSC Neapel überwiesen. Ein Verkauf unterhalb dieser Marke wäre zwar kein Idealfall, könnte aber angesichts der Gehaltsstruktur dennoch sinnvoll erscheinen.

Interesse aus Europa vorhanden

Minjae Kim
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An potenziellen Abnehmern mangelt es nicht. Vor allem aus der Serie A gibt es konkretes Interesse, unter anderem von Juventus Turin sowie den beiden Mailänder Klubs Inter und AC.

Auch aus der Premier League beobachten Vereine wie Newcastle United und Tottenham die Situation genau. Selbst Fenerbahçe wird als Interessent genannt, wobei ein Wechsel aufgrund der finanziellen Rahmenbedingungen eher unwahrscheinlich erscheint.

Noch ist keine Entscheidung gefallen, doch die Ausgangslage ist klar. Min-jae Kim steht zwar bis 2028 unter Vertrag, gehört aber nicht mehr unumstritten zum Kern der Mannschaft. Kim selbst scheint keine konkreten Wechselabsichten zu haben und fühlt sich trotz seiner Reservistenrolle beim Rekordmeister wohl.

Sollte im Sommer ein passendes Angebot eingehen, könnte der FC Bayern durchaus gesprächsbereit sein – auch, um Spielraum für neue Transfers und eine optimierte Gehaltsstruktur zu schaffen.

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