Beim FC Bayern laufen die Planungen für die kommende Saison auf Hochtouren – doch nicht jeder Transferkandidat stößt intern auf uneingeschränkte Zustimmung. Besonders ein Name sorgt aktuell für Diskussionen an der Säbener Straße: Anthony Gordon.
Der 25-jährige Flügelspieler von Newcastle United gilt als Wunschlösung für die Offensive. Die Münchner haben sich laut übereinstimmenden Medienberichten bereits intensiv mit ihm beschäftigt und sogar erste Schritte eingeleitet.
Doch zwei zentrale Faktoren bremsen die Euphorie an der Isar, wie SPORT1 berichtet. Zum einen steht eine Ablösesumme von über 80 Millionen Euro im Raum – ein Betrag, der beim FC Bayern aktuell kritisch gesehen wird. Intern ist man sich einig, dass ein solcher Preis für einen Spieler dieser Rolle kaum zu rechtfertigen ist.
Zum anderen gibt es innerhalb der Klubführung durchaus unterschiedliche Meinungen zur sportlichen Notwendigkeit eines solchen Transfers.
Rolle als Backup sorgt für Skepsis

Gordon ist in den Planungen offenbar vor allem als Alternative für Luis Díaz vorgesehen. Genau hier setzen die Zweifel an.
Denn der Kolumbianer zählt zu den konstantesten Leistungsträgern im Bayern-Kader. Er überzeugt nicht nur mit starken Leistungen, sondern auch mit seiner Robustheit – Verletzungen waren bislang kein Thema.
Für einige Verantwortliche stellt sich daher die Frage, ob ein teurer Backup-Spieler wirklich Priorität haben sollte. Gerade mit Blick auf die finanzielle Gesamtstrategie des Vereins wächst die Skepsis.
Andere Baustellen im Fokus
Parallel dazu verschiebt sich der interne Fokus zunehmend auf andere Positionen. Insbesondere die Außenverteidigung rückt stärker in den Mittelpunkt.
Die Gründe liegen auf der Hand: Alphonso Davies gilt als verletzungsanfällig, während die Vertragssituation von Konrad Laimer für zusätzliche Unsicherheit sorgt. Der Österreicher fordert offenbar eine deutliche Gehaltserhöhung – ein Thema, das intern für Diskussionen sorgt.
Max Eberl hatte zuletzt bereits angedeutet, dass ein Abschied Laimers nicht ausgeschlossen ist. Auch Uli Hoeneß positionierte sich klar in der Debatte um den 28-Jährigen. „Konny ist ein Spieler, den ich sehr schätze. Aber er ist eben nicht Maradona“, sagte der Ehrenpräsident und machte deutlich, dass es finanzielle Grenzen gibt.



