Bayern-Boss Freund über Schiedsrichter gegen PSG: „Es war auffällig…“

Sebastian Mittag
Foto: IMAGO

Auch zwei Tage nach dem bitteren Champions-League-Aus gegen Paris Saint-Germain sorgt die Schiedsrichterleistung beim FC Bayern weiter für Diskussionen.

Die Enttäuschung über das Halbfinal-Aus in der Champions League sitzt beim FC Bayern weiterhin tief. Vor dem Bundesliga-Spiel beim VfL Wolfsburg äußerte sich nun auch Sportdirektor Christoph Freund zu den umstrittenen Entscheidungen im Rückspiel gegen Paris Saint-Germain.


Dabei machte der Österreicher deutlich, dass die Münchner mit mehreren Situationen nicht zufrieden waren: „Grundsätzlich ist es zwei Nächte danach immer noch eine große Enttäuschung. Es hat sich gut angefühlt, wir waren überzeugt, es zu schaffen. Aber dann muss alles zusammenpassen und es entscheiden Kleinigkeiten“, erklärte Freund auf der Pressekonferenz.

Vor allem die zahlreichen Diskussionen rund um Schiedsrichter Joao Pinheiro beschäftigen die Bayern weiterhin. Freund betonte dabei, dass es aus seiner Sicht auffällig gewesen sei, wie viele Situationen gegen den deutschen Rekordmeister ausgelegt wurden.

„Es wird viel über den Schiedsrichter diskutiert, es gibt viele Berichte – und es ist immer am Schönsten, wenn man nicht so viele Entscheidungen diskutieren muss, sondern über den Fußball redet“, sagte der Bayern-Sportdirektor.

Besonders deutlich wurde Freund anschließend mit seiner Einschätzung der Spielleitung: „Es war auffällig, dass es viele Entscheidungen gab, die nicht zu unseren Gunsten ausgefallen sind.“

Damit bestätigt der 48-Jährige indirekt den Eindruck vieler Bayern-Spieler, die bereits unmittelbar nach dem Spiel Kritik am Schiedsrichter geäußert hatten.

Laimer haderte bereits nach dem Spiel

Unter anderem Bayern-Star Konrad Laimer hatte sich nach dem 1:1 in der Allianz Arena sichtlich frustriert gezeigt. Der Österreicher haderte insbesondere mit mehreren Handspiel-Situationen und der allgemeinen Linie des portugiesischen Referees.

„Das ist schon komisch“, hatte Laimer nach dem Spiel bei DAZN erklärt und sich unter anderem über den Einfluss des vierten Offiziellen irritiert gezeigt.

João Pinheiro
Foto: Getty Images

Auch Freund machte nun deutlich, dass der FC Bayern die Thematik intern und mit der UEFA aufarbeiten werde. „Wir sind immer mit der UEFA im Austausch, es sollte immer das Ziel sein aller Vereine und der UEFA, dass nicht die Entscheidungen im Mittelpunkt stehen, sondern der Fußball. Sonst ist das einfach schade“, erklärte der Sportdirektor.

Trotz des Ärgers wollen die Münchner den Fokus nun wieder auf die sportlichen Aufgaben richten. Nach dem verpassten Finaleinzug in der Champions League steht für den FC Bayern zunächst der Bundesliga-Endspurt an.

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