Nach dem bitteren Aus im Champions-League-Halbfinale gegen Paris Saint-Germain laufen beim FC Bayern bereits die Planungen für die kommende Saison. Während viele Fans und Experten größere Veränderungen im Kader fordern, hat Sportdirektor Christoph Freund nun erste Hinweise auf die Transferstrategie der Münchner gegeben.
Das Halbfinal-Aus gegen PSG sitzt beim FC Bayern weiterhin tief. Nach dem 4:5 im Hinspiel reichte den Münchnern das 1:1 im Rückspiel in der Allianz Arena nicht mehr für den Einzug ins Finale der Champions League.
Trotz der Enttäuschung wollte Christoph Freund die aktuelle Saison auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel gegen den VfL Wolfsburg jedoch keineswegs schlechtreden. „Die Voraussetzungen waren sehr gut gegen Paris, es waren Details. Der Spielverlauf war nicht so, wie wir es uns gewünscht haben“, erklärte der Sportdirektor.
„Wir diskutieren immer über Verbesserungen“
Gleichzeitig betonte der 48-Jährige, dass der Rekordmeister weiterhin auf einem sehr hohen Niveau unterwegs sei. „Aber diese Saison ist schon außergewöhnlich gut – wir spielen super Fußball, rufen kontinuierlich starke Leistungen ab. Es macht Spaß, zuzusehen – auch wenn es am Mittwoch bitter war.“
Gerade deshalb will man das Champions-League-Aus offenbar nicht als Auslöser für eine komplette Neuausrichtung interpretieren. „Wir diskutieren immer über Verbesserungen, was kann der Mannschaft noch helfen? Das ist sehr komplex und hat nichts mit einem Spiel zu tun“, machte Freund deutlich.
Intern werde bereits intensiv analysiert, an welchen Stellschrauben der Kader weiter optimiert werden könne. „Wir werden uns wieder zusammensetzen, wie wir noch besser werden können.“
Bayern plant offenbar keine große Transfer-Revolution

Besonders interessant: Freund ließ durchblicken, dass der FC Bayern trotz zahlreicher Transfergerüchte offenbar keinen XXL-Umbruch plant. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Kader, den wir haben, aber wollen im Detail natürlich noch besser werden“, erklärte der Österreicher.
Damit deutet vieles darauf hin, dass die Verantwortlichen eher gezielte Verstärkungen statt einer großen Transferoffensive bevorzugen. Namen wie Anthony Gordon werden zwar weiterhin mit dem Rekordmeister in Verbindung gebracht, intern scheint man jedoch weiterhin auf eine kontrollierte Kaderplanung zu setzen.
Besonders klar fiel Freunds Aussage mit Blick auf die Größe des Bayern-Kaders aus. „Unsere Grundausrichtung, dass unser Kader nicht zu groß sein soll, das wollen wir beibehalten“, betonte der Sportdirektor.
Das könnte im Umkehrschluss bedeuten, dass mögliche Neuzugänge zunächst Platz im aktuellen Aufgebot schaffen müssen. Gerade bei Spielern wie Leon Goretzka, Joao Palhinha oder einigen Leih-Rückkehrern stehen im Sommer wichtige Entscheidungen an.
Zunächst liegt der Fokus beim FC Bayern jedoch weiterhin auf den verbleibenden Zielen der laufenden Saison. Nach der bereits gewonnenen Meisterschaft wollen die Münchner auch noch den DFB-Pokal nach München holen.



