Geheime Datenanalyse enthüllt: So plant Bayern seine Super-Transfers

Vjekoslav Keskic
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Während beim FC Bayern aktuell alles auf das Champions-League-Rückspiel gegen Paris Saint-Germain fokussiert ist, laufen hinter den Kulissen die Planungen für die kommende Saison längst auf Hochtouren. Im Mittelpunkt steht dabei unter anderem die Frage, ob die Münchner den spektakulären Transfer von Anthony Gordon finanziell überhaupt stemmen können.

Schon Anfang kommender Woche dürfte die Kaderplanung beim deutschen Rekordmeister wieder verstärkt in den Fokus rücken. Sportvorstand Max Eberl wird dem Aufsichtsrat um Präsident Herbert Hainer ein umfassendes Update zu den Personalplanungen liefern müssen.


Ein zentrales Thema dabei: die mögliche Verpflichtung von Newcastle-Star Anthony Gordon. Der englische Nationalspieler gilt intern offenbar als Wunschlösung für die Offensive.

Allerdings wäre ein Transfer alles andere als günstig. Newcastle United soll laut Berichten nicht bereit sein, von den Forderungen in Höhe von rund 80 Millionen Pfund – umgerechnet etwa 92 Millionen Euro – abzurücken.

Hinzu kommt ein weiterer Faktor: Die Magpies müssten im Falle eines Verkaufs 15 Prozent der Ablösesumme an Gordons Ex-Klub FC Everton weiterreichen. Auch deshalb zeigt sich Newcastle bislang hart in den Verhandlungen.

Trotz der enormen Kosten soll Gordon perfekt in das Anforderungsprofil passen, das die Münchner für die Offensive definiert haben. Besonders interessant: Laut der BILD arbeitet Max Eberl bereits seit rund zehn Jahren mit einer externen Datenanalyse-Firma zusammen, deren Identität bewusst geheim gehalten wird.

So funktionieren Bayerns moderne Transfer-Analysen

Christoph Freund, Max Eberl
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Gemeinsam mit dieser Analysefirma sollen Eberl und sein Team detaillierte Spielerprofile erstellen, die exakt auf die Spielidee des FC Bayern zugeschnitten sind. Kandidaten werden dabei anhand zahlreicher Leistungsdaten überprüft und mit dem gewünschten Profil abgeglichen.

Dieses Vorgehen spielte offenbar bereits beim Transfer von Michael Olise eine entscheidende Rolle. Der Franzose galt vor seinem Wechsel von Crystal Palace noch nicht als absoluter Superstar auf dem internationalen Markt, überzeugte die Bayern-Bosse intern jedoch mit seinen Datenwerten und seinem Profil.

Auch Luis Díaz passt laut dem Bericht perfekt in diese moderne Spielidee der Münchner. Spieler dieses Typs sollen die enorme Offensivdominanz des Teams weiter verstärken.

Die Zahlen sprechen ohnehin für sich: In bislang 32 Bundesliga-Spielen erzielte der FC Bayern bereits 116 Tore und stellte damit einen historischen Rekord auf.

Interessant ist zudem, dass selbst prominente Namen an diesem internen Profil scheitern können. So soll der Transfer von Nico Williams bereits in der vergangenen Saison verworfen worden sein, obwohl der Spanier als Europameister und einer der begehrtesten Flügelspieler Europas gilt.

Für Max Eberl und Christoph Freund scheint inzwischen also nicht mehr nur der große Name entscheidend zu sein. Vielmehr setzen die Münchner offenbar zunehmend auf datenbasierte Analysen und klar definierte Spielprofile.

Ob Gordon am Ende tatsächlich nach München wechselt, bleibt dennoch offen. Klar ist jedoch: Der Engländer erfüllt intern offenbar nahezu alle Kriterien, die der FC Bayern aktuell für seinen neuen Offensivstar sucht.

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