Nach Hoeneß-Ansage: Kommt es zur Kehrtwende im Laimer-Poker?

Vjekoslav Keskic
Foto: IMAGO

Die öffentliche Kritik von Uli Hoeneß an Konrad Laimer sorgte zuletzt für reichlich Gesprächsstoff rund um den FC Bayern. Während die Vertragsgespräche zwischen Klub und Spieler zuletzt auf Eis lagen, scheint nun wieder Bewegung in den Poker zu kommen.

In den vergangenen Wochen hatte sich die Diskussion um die Zukunft von Konrad Laimer beim FC Bayern merklich zugespitzt. Hintergrund waren die laufenden Gespräche über eine Verlängerung seines bis 2027 laufenden Vertrags.


Dabei machten zuletzt vor allem die kolportierten Gehaltsforderungen des Österreichers Schlagzeilen. Gerüchten zufolge soll Laimer ein Jahresgehalt von bis zu 15 Millionen Euro gefordert haben – eine Summe, die an der Säbener Straße intern kritisch gesehen wird.

Besonders deutlich positionierte sich dabei Ehrenpräsident Uli Hoeneß. Im Gespräch mit DAZN erklärte der 74-Jährige unmissverständlich: „Konny ist ein Spieler, den ich sehr schätze. Aber er ist eben nicht Maradona.“ Später ergänzte Hoeneß zudem, dass Laimer auch „kein Harry Kane“ sei und dementsprechend nicht in dieselbe Gehaltskategorie gehöre.

Auch Sportvorstand Max Eberl bestätigte zuletzt, dass die Gespräche zwischen beiden Seiten vorerst pausiert wurden.

Bayern und Laimer nähern sich offenbar an

Konrad Laimer
Foto: Getty Images

Wie die tz nun berichtet, scheint sich die Situation inzwischen jedoch wieder entspannt zu haben. Demnach habe es zuletzt eine Annäherung zwischen Klub und Spieler gegeben.

Interessant dabei: Laut des Berichts sollen die kursierenden extrem hohen Gehaltsforderungen in dieser Form nicht stimmen.

Aktuell verdient Laimer demnach rund neun Millionen Euro pro Saison beim FC Bayern. Im Rahmen einer möglichen Verlängerung könnte sein Gehalt künftig auf etwa zwölf Millionen Euro ansteigen.

Ob die Münchner bereit sind, diesem finanziellen Rahmen zuzustimmen, bleibt allerdings offen. Intern verfolgt der Rekordmeister weiterhin einen vergleichsweise harten Kurs bei Vertragsverlängerungen.

Wie die BILD zuletzt berichtet hatte, wären die Bayern im Zweifel sogar bereit, Laimer im Sommer 2027 ablösefrei ziehen zu lassen, falls keine Einigung erzielt wird.

Sportlich genießt der 28-Jährige an der Säbener Straße weiterhin hohes Ansehen. Vor allem Vincent Kompany schätzt Laimers Vielseitigkeit, Mentalität und enorme Laufbereitschaft. In dieser Saison überzeugte der Österreicher nicht nur im zentralen Mittelfeld, sondern vor allem auch als rechter Außenverteidiger.

Gerade deshalb scheint man beim FC Bayern weiterhin an einer langfristigen Zusammenarbeit interessiert zu sein – allerdings nur zu wirtschaftlich vertretbaren Bedingungen.

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