Schiri-Kritik nach CL-Aus: PSG zeigt kein Verständnis für Bayern-Frust

Vjekoslav Keskic
Foto: Getty Images

Die Diskussionen rund um Schiedsrichter João Pinheiro reißen nach dem Halbfinal-Aus des FC Bayern gegen Paris Saint-Germain nicht ab. Während die Münchner weiterhin mit mehreren Entscheidungen hadern, sorgt die Reaktion aus Paris nun für zusätzlichen Zündstoff.

Auch zwei Tage nach dem bitteren Champions-League-Aus gegen PSG sitzt der Frust beim FC Bayern tief. Vor allem mehrere strittige Entscheidungen von Schiedsrichter João Pinheiro sorgen an der Säbener Straße weiterhin für Unverständnis.


Besonders die nicht gegebene Gelb-Rote Karte gegen Nuno Mendes sowie die Diskussionen rund um mögliche Handspiele standen nach dem 1:1 in der Allianz Arena im Mittelpunkt.

Sportdirektor Christoph Freund machte auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel gegen Wolfsburg erneut deutlich, dass die Münchner mit einigen Szenen alles andere als zufrieden waren. „Grundsätzlich ist es zwei Nächte danach immer noch eine große Enttäuschung. Es hat sich gut angefühlt, wir waren überzeugt, es zu schaffen. Aber dann muss alles zusammenpassen und es entscheiden Kleinigkeiten“, erklärte der Österreicher.

Intern herrscht beim Rekordmeister weiterhin das Gefühl, dass einzelne Entscheidungen des portugiesischen Unparteiischen einen großen Einfluss auf den Verlauf des Spiels hatten.

PSG reagiert mit Unverständnis auf Bayern-Frust

FC Bayern vs. PSG
Foto: Getty Images

In Paris sieht man die Aufregung rund um die Schiedsrichterleistung dagegen offenbar deutlich gelassener. Wie die französische Sportzeitung L’Équipe berichtet, können die Verantwortlichen von PSG die heftigen Beschwerden des FC Bayern nicht nachvollziehen. Das Blatt beruft sich dabei auf Informationen aus „hochrangigen Quellen“ innerhalb des Vereins.

Demnach wird insbesondere die Kritik an der nicht gegebenen Gelb-Roten Karte gegen Nuno Mendes intern bei PSG anders bewertet. „Gegen Real Madrid haben sie Bayern geschafft, Camavinga vom Platz zu bekommen, indem sie wahnsinnigen Druck auf den Schiedsrichter ausgeübt haben. Diesmal ist ihnen das nicht gelungen“, heißt es laut L’Équipe aus dem Umfeld der Franzosen.

Damit unterstellen die Pariser den Münchnern indirekt, erneut versucht zu haben, durch massiven Protest Einfluss auf die Entscheidungen des Schiedsrichters zu nehmen.

Doch damit nicht genug: Einige Verantwortliche bei PSG sollen sogar überzeugt sein, dass das Rückspiel ohne Manuel Neuer deutlich klarer zugunsten der Franzosen ausgegangen wäre. Laut des Berichts herrscht intern die Überzeugung, dass die Partie „ohne die Paraden von Manuel Neuer zu einer vernichtenden Niederlage hätte werden können.“

Tatsächlich bewahrte der Bayern-Kapitän seine Mannschaft mit mehreren starken Rettungstaten vor weiteren Gegentoren und gehörte zu den besten Spielern auf dem Platz.

Teile diesen Artikel
×