Harry Kanes Fehlschuss in Wolfsburg hatte eine kuriose Vorgeschichte. Vincent Kompany ordnete die Szene um Jeanuël Belocian nach dem Bayern-Sieg nun ein.
Der FC Bayern gewann in Wolfsburg mit 1:0, doch nach dem Abpfiff rückte auch eine Szene aus der ersten Halbzeit in den Fokus. Auf der Pressekonferenz nach der Partie sprach Vincent Kompany über die Aktion von Jeanuël Belocian vor dem Elfmeter von Harry Kane.
Der Wolfsburger Profi soll nach den TV-Bildern vor Kanes Versuch den Elfmeterpunkt bearbeitet haben. Kurz darauf rutschte der Bayern-Stürmer beim Abschluss leicht weg und jagte den Ball deutlich über das Tor. Für Kane war es der erste verschossene Bundesliga-Elfmeter, nachdem er zuvor 24 Strafstöße in Serie verwandelt hatte.
Kompany machte deutlich, dass eine solche Aktion grundsätzlich nicht passieren sollte. Gleichzeitig zeigte der Bayern-Coach Verständnis für die Lage des VfL Wolfsburg, der gegen den Rekordmeister um jeden Zentimeter kämpfte und um den Klassenerhalt zittert.
Kompany: „Kleine Details, die den Unterschied machen“

Auf die Nachfrage eines Reporters, ob die Bayern bei Elfmetern künftig mehrere Spieler zum Schutz von Schütze und Punkt abstellen sollten, verwies Kompany auf internationale Beispiele. Der Reporter hatte zuvor Argentinien genannt, wo bei Strafstößen mehrere Spieler Lionel Messi und den Elfmeterpunkt abschirmen.
Kompany antwortete darauf: „Wenn wir am Mittwoch gegen Paris einen Elfmeter bekommen hätten, hätten wir zwei oder drei Jungs dort gehabt. Es sind manchmal diese kleinen Details, die den Unterschied machen.“
Auch bei Sky wurde die Szene klar diskutiert. Julia Simic sagte über Belocians Verhalten: „Es ist absolut unfair. Das sollte man nicht machen. Ich weiß aber nicht, ob es dafür ausschlaggebend war.“ Lothar Matthäus verwies zudem auf Kanes Reaktion nach dem Fehlschuss: „Da rutscht er weg und schaut auch gleich nach hinten. Da war doch was! Vielleicht hat da irgendeiner ein Loch in den Rasen getreten.“


