Beim FC Bayern steht ein richtungsweisender Montag bevor. Im Rahmen der Aufsichtsratssitzung beraten die mächtigen Bayern-Bosse nicht nur über die Zukunft der sportlichen Führung, sondern auch über das Transferbudget für den kommenden Sommer – und damit indirekt auch über die Zukunft von Max Eberl.
Mit Herbert Hainer, Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge kommen die wichtigsten Entscheidungsträger des Rekordmeisters zum Zukunftsgipfel an der Säbener Straße zusammen. Erstmals wird dabei auch Alexander Sixt teilnehmen, der vor wenigen Wochen zum neuen Vorsitzenden des Verwaltungsbeirats gewählt wurde.
Besonders im Fokus: die Verträge von CEO Jan-Christian Dreesen, Sportvorstand Max Eberl und Sportdirektor Christoph Freund. Alle drei Arbeitspapiere laufen im Sommer 2027 aus.
Zukunft von Eberl bleibt offen
Während eine Verlängerung mit Dreesen laut der Abendzeitung München als wahrscheinlich gilt, scheint die Situation bei Eberl und Freund deutlich offener zu sein.
Gerade Eberl stand in den vergangenen Monaten intern immer wieder unter Druck. Vor allem die hohen Kosten rund um Vertragsverlängerungen sollen vereinsintern kritisch gesehen werden. Trotz der sportlich starken Saison werfen einige Verantwortliche dem 52-Jährigen vor, die Gehaltsstruktur weiter aufgebläht zu haben.
Eberl selbst machte zuletzt jedoch deutlich, dass er gerne langfristig beim FC Bayern bleiben würde. „Wenn sie meinen Job gut finden, bin ich bereit, länger zu bleiben“, erklärte der Sportvorstand nach dem Champions-League-Rückspiel gegen Paris Saint-Germain und ergänzte: „Wir haben sehr, sehr gute Dinge auf den Weg gebracht.“
Ob diese Einschätzung auch vom Aufsichtsrat geteilt wird, dürfte sich nun zeigen.
Bayern entscheidet über Transfer-Millionen

Neben der Personalfrage rund um Eberl geht es am Montag auch um die sportliche Zukunft des Kaders. Laut dem AZ-Bericht soll das Transfervolumen für den Sommer beschlossen werden – also die Summe, die Eberl und Freund für Verstärkungen zur Verfügung steht.
Vor allem in der Offensive sowie auf der Rechtsverteidigerposition sehen die Verantwortlichen weiterhin Handlungsbedarf.
Zuletzt wurden zahlreiche Namen mit den Münchnern in Verbindung gebracht, darunter Anthony Gordon. Gleichzeitig soll Bayern im Sommer mehrere Spieler verkaufen, um finanziellen Spielraum zu schaffen.
Gerade deshalb könnte die Sitzung auch als indirekte Vertrauensfrage für Eberl gewertet werden. Denn wie groß der finanzielle Handlungsspielraum ausfällt, dürfte auch zeigen, wie sehr die Klubführung weiterhin auf den Sportvorstand setzt.
Sportlich kann der FC Bayern nach wie vor eine erfolgreiche Saison abschließen und noch das Double gewinnen. Dennoch ist klar: Der kommende Transfersommer wird für Eberl entscheidend.
Nach mehreren kostspieligen Vertragsverlängerungen und einigen schwierigen Transferfällen wie João Palhinha oder Sacha Boey erwarten die Bayern-Bosse nun sichtbare Fortschritte bei der Kaderplanung.
Der Montag könnte deshalb weit mehr werden als nur eine gewöhnliche Aufsichtsratssitzung. Für Max Eberl geht es auch um Vertrauen – und möglicherweise um seine langfristige Zukunft beim FC Bayern.


