Der FC Bayern geht personell angeschlagen in das letzte Spiel der Bundesliga-Hinrunde. Beim Auswärtsspiel gegen den 1. FC Köln muss Cheftrainer Vincent Kompany erneut auf eine ganze Reihe wichtiger Spieler verzichten. Nach dem furiosen 8:1-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg wird deutlich: Die sportliche Dominanz kaschiert derzeit eine angespannte Personallage.
Schon gegen Wolfsburg musste Kompany kurzfristig umdisponieren. Minjae Kim fehlte mit Oberschenkelproblemen, Alphonso Davies und Sacha Boey standen krankheitsbedingt nicht zur Verfügung. Besonders schwer wiegt jedoch die Verletzung von Josip Stanisic. Der Defensivspieler zog sich eine Kapselbandverletzung im rechten Sprunggelenk zu und wird den Münchnern mehrere Wochen fehlen. Laut Kompany ist frühestens Anfang bis Mitte Februar mit einer Rückkehr zu rechnen.
Damit nicht genug: Auch Joshua Kimmich und Jamal Musiala befinden sich weiterhin im Aufbautraining und sind für das Gastspiel in Köln keine Option. Hinter Serge Gnabry steht ebenfalls ein großes Fragezeichen, nachdem der Offensivspieler zuletzt krankheitsbedingt passen musste. In Summe drohen dem FC Bayern damit erneut bis zu sechs Ausfälle.
Engpässe in Offensive und Defensive

Vor allem in der Offensive stellt sich die Startelf aktuell fast von selbst auf. Neben der möglichen Gnabry-Pause fehlt weiterhin Nicolas Jackson, der sich noch beim Afrika-Cup befindet. Raphael Guerreiro musste bereits gegen Wolfsburg erneut im offensiven Mittelfeld aushelfen – ein Sinnbild für die improvisierte Personalsituation.
Auch defensiv wird die Luft dünner. Mit Stanisic, Davies und Boey fallen gleich drei Außenverteidiger aus, im Abwehrzentrum fehlt mit Kim ein wichtiger Backup. Viel Spielraum für weitere Ausfälle bleibt Kompany damit nicht, zumal der Spielplan kaum Zeit zum Durchatmen lässt.
In den kommenden knapp zwei Wochen stehen für den FC Bayern sechs Spiele an. Die personelle Situation bleibt angespannt – und stellt den Trainerstab vor die Aufgabe, Belastung und Risiko möglichst klug zu steuern, um die heiße Phase der Saison nicht schon im Januar mit neuen Verletzungen zu eröffnen.
