Erling Haaland und Jerome Boateng
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Am 12. April 2014 sorgten Henrikh Mkhitaryan, Marco Reus und Jonas Hofmann für einigen Frust bei Manuel Neuer & Co. An jenem Samstag vor fast sieben Jahren zerlegte Borussia Dortmund den FC Bayern in der Allianz-Arena mit 3:0. Der Ärger hielt sich bei den Münchenern jedoch in Grenzen, denn sie standen an jenem 30. Spieltag bereits als Deutscher Meister fest.

Seit diesem Erfolg gehen die Schwarzgelben in der Bundesliga mit schöner Regelmäßigkeit leer aus. 2:1, 5:1, 4:1, 6:0, 5:0, 4:0: So lautet die beeindruckende Heimbilanz des FCB gegen den BVB in den vergangenen Spielzeiten. Wenn die Westfalen zu Besuch in der bayerischen Landeshauptstadt sind, bietet sich immer eine gute Gelegenheit für einen Tipp auf we are bettors, ob Favoritensieg oder Außenseitererfolg.

Auch wenn alles für die Münchener spricht, sollten sie ihren Gegner nicht unterschätzen. Dortmunds Trainer Edin Terzić rechnet sich gute Chancen aus, in diesem Jahr nicht wieder ohne Punkte die Heimreise antreten zu müssen. Bei den 2:3-Niederlagen beim Supercup in München und im Hinspiel in Dortmund habe sein Team gezeigt, dass es näher rangekommen sei als in den Jahren zuvor, erklärte der BVB-Coach.

Hoffnung sollten die Borussen aus ihrem DFB-Pokal-Match im April 2017 schöpfen, das sie mit 3:2 in München gewannen. Der heute beim FC Barcelona kickende Ousmane Dembélé sorgte mit seinem Treffer in der 74. Minute für den Einzug der Schwarzgelben ins Finale, das sie anschließend mit 2:1 gegen Eintracht Frankfurt für sich entschieden.

Ein Erfolg, den die Dortmunder als Motivation gut gebrauchen können, denn sie begegnen dem Rekordmeister derzeit nicht auf Augenhöhe. Während der FC Bayern München wieder einmal die Tabelle anführt, liegt der BVB lediglich auf Rang fünf mit schon 13 Punkten Rückstand auf den Erzrivalen. Die Westfalen könnten am Samstag einen wie Reinhold Wosab gut gebrauchen, der beim ersten Aufeinandertreffen beider Teams im Oktober 1965 die Treffer zum 2:0-Sieg seiner Borussen erzielte.

Aus ihrer Erinnerung verdrängt haben dürften die meisten BVB-Fans dagegen den 27. November 1971. An jenem Tag gingen die Dortmunder mit 1:11 in München unter. Am Ende der Saison 1971/72 stand der Abstieg aus der Bundesliga, in die die Schwarzgelben erst 1976 zurückkehrten.

Mit einem solchen Debakel ist in diesem Jahr nicht zu rechnen. Aufpassen sollten die Westfalen dennoch, denn allein in den letzten drei Duellen mit dem FC Bayern kassierten sie insgesamt 15 Gegentore. Robert Lewandowski zeigte sich dabei gegen seinen Ex-Klub besonders treffsicher und ließ Roman Bürki sieben Mal das Nachsehen.