UEFA Champions League
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Alt-Bundestrainer Sepp Herberger wusste einst, weshalb sich die Massen für den Fußball begeistern: „Fußball ist deshalb spannend, weil niemand weiß, wie das Spiel ausgeht.“ Für nahezu jede Situation prägte der Weltmeistercoach von 1954 ein passendes Zitat. Würde er die rasante Entwicklung seines Lieblingssports kennen, wäre er sich seiner Sache nicht mehr so sicher.

Dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderklafft, lässt sich in der Bundesliga feststellen. Seit 2013 geht der Titel des Deutschen Meisters immer nach München zum FC Bayern. Besonders gut beobachten lässt sich der Erfolg der finanzstarken Klubs aber in der Champions League. Carlos Alberto, Deco und Dimitri Alenitschew sind vor allem Experten ein Begriff. Sie sorgten im Jahre 2004 dafür, dass der FC Porto unter Erfolgscoach José Mourinho gegen AS Monaco den Titel gewann. Seit jenem Jahr kam der Champions-League-Sieger immer aus Spanien, Italien, England oder Deutschland. Selbst den unterlegenen Finalgegner stellten immer die großen vier Ligen. Einzige Ausnahme: Paris Saint-Germain im vergangenen Jahr. Allerdings zählen die Franzosen von PSG nicht gerade zu denen, die den Euro zweimal umdrehen müssen.

Betway Wetten hat einen Blick auf die Marktwerte der diesjährigen Achtelfinalisten in Europas Königsklasse geworden und dabei den Trend der letzten Jahre bestätigt. Der wertvollste Klub des Kontinents, der FC Liverpool mit einem Marktwert von 1,12 Milliarden Euro, steht ebenso in der Runde der letzten 16 wie fast alle anderen Vereine aus den Top Ten. Ausnahmen bilden lediglich Manchester United (9./738,35 Mio.) und Tottenham Hotspur (10./719,65 Mio.), die beide in der Europa League vertreten sind.

Um in der Champions League Erfolg zu haben, ist ein prall gefülltes Portemonnaie Voraussetzung. Als größter Außenseiter gilt der FC Porto, der mit einem Marktwert von 262 Millionen Euro in der Rangliste Platz 36 innehat. In seinem Duell gegen Juventus Turin (11./689,60 Mio.) gilt der portugiesische Meister jedoch als großer Außenseiter. Ein Weiterkommen ins Viertelfinale wäre eine große Überraschung.

Verglichen mit anderen Teams, die immerhin in der Gruppenphase an den Start gingen, zählt aber auch der FC Porto zur Geldelite. Lok Moskau (84,65 Mio.), Istanbul Başakşehir FK (80,55 Mio.), FC Midtjylland (48,10 Mio.) sowie Ferencváros Budapest (30,75 Mio.) waren in ihren Gruppen nahezu chancenlos und freuten sich über jeden gewonnenen Punkt. Ein Erreichen des Achtelfinales lag jedoch in unerreichbarer Ferne. Selbst Klubs, die sich zur Mittelschicht Fußballeuropas zählen dürfen, schieden bereits in der Gruppenphase aus, etwa Olympique Marseille, Stade Rennes oder Zenit St. Petersburg.

So ist auch in der laufenden Saison stark damit zu rechnen, dass die wertvollsten Klubs das Rennen um den begehrten „Henkelpott“ unter sich ausmachen. Wenig verwunderlich, wenn man berücksichtigt, dass allein die beiden PSG-Stars Kylian Mbappé und Neymar zusammen 308 Millionen Euro wert sind.

Größte Chance auf ein wenig Abwechslung bietet lediglich die Begegnung zwischen Borussia Dortmund und dem FC Sevilla. Während die Westfalen Platz 13 mit einem Marktwert von 592,95 Millionen Euro innehaben, liegen die Spanier lediglich auf Rang 27 (343,90 Mio.). Aufgrund der starken Form Sevillas (2:0 im Halbfinalhinspiel der Copa del Rey gegen den FC Barcelona) und den zuletzt schwachen Leistungen des BVB könnte sich der „Ärmere“ durchsetzen.