Bayern München ist das Nonplusultra des deutschen Fußballs. Kein Verein hat mehr Titel gesammelt, keiner häufiger eine deutsche Meisterschaft gefeiert. Zahlreiche weltbekannte Spieler haben die Klubgeschichte geprägt, darunter Stars wie Franz Beckenbauer, Sepp Maier oder Paul Breitner. Die Liste scheint endlos. Doch kein Verein gewinnt eine Trophäe oder auch nur eine einzige Partie ohne Stürmer, die wissen, wo das Tor steht. Und neben großartigen Keepern, Abwehrstrategen und Mittelfeldregisseuren prägten einzigartige Goalgetter die Geschichte des FCB.

Gerd Müller
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Nummer eins unter den Torjägern, wahrscheinlich ebenso der deutschen Fußballhistorie, ist zweifelsohne Gerd Müller. Der am 3. November 1945 im schwäbischen Nördlingen geborene Müller zeigte bereits früh seine Qualitäten als Torjäger. Schon in seiner ersten Saison für den Bezirksligisten TSV Nördlingen netzte er in 28 Spielen 47 Mal ein. Nach der Zahlung einer Ablösesumme von 4400 DM (umgerechnet rund 2500 Euro) wechselte er zu den Bayern, die damals in der Regionalliga kickten. In der Saison 1964/65 traf er 33 Mal und schoss die Münchener mit sechs weiteren Treffern in der Aufstiegsrunde in die Bundesliga.

Selbst stärkere Gegenspieler konnten „kleines dickes Müller“, wie ihn sein Trainer Zlatko „Tschik“ Čajkovski nannte, nicht am Toreschießen hindern. Mit 365 Treffern in 427 Bundesligaspielen stellte er einen Rekord auf, der wohl noch ewig gültig sein wird. Siebenmal sicherte er sich darüber hinaus die Torjägerkanone als bester Torschütze einer Bundesligasaison. Müller hält zudem mit 40 Treffern den Rekord für die meisten Tore in einer Spielzeit (1971/72). Damit wäre Müller heutzutage sicherlich auch Teil von „Super Striker“ einem neuen Spiel von NetEnt Slots.

Auch in der Nationalmannschaft zeigte er seine Qualitäten und netzte in 62 Begegnungen 68 Mal ein. Neben vielen anderen wichtigen Treffern sorgte sein 2:1 im Finale 1974 gegen die Niederlande für den zweiten WM-Titel einer bundesdeutschen Auswahl. Seine unglaubliche Torquote sicherte ihm den Spitznamen „Bomber der Nation“. Seit 2018 ist Müller Mitglied der „Hall of Fame des deutschen Fußballs“.Nummer zwei in der Rangliste der besten Bayern-Stürmer aller Zeiten belegt Robert Lewandowski. Seit der polnische Nationalstürmer 2014 von Borussia Dortmund in die bayerische Landeshauptstadt wechselte, schießt er Tore um Tore. Der am 21. August 1968 in Warschau geborene Lewandowski erzielte allein in der Bundesliga in 185 Partien bislang 155 Treffer (Stand 27. Mai 2020). 47 Tore in 58 Champions-League-Begegnungen sowie 26 Treffer in 29 DFB-Pokal-Matches sind weitere Beispiele seines unnachahmlichen Torriechers. Seinen aktuell 27 Treffern in 26 Bundesligapartien werden sicherlich noch weitere folgen.

Robert Lewandowski
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Rang drei in der Tabelle der besten Bayern-Stürmer aller Zeiten gebührt Karl-Heinz Rummenigge. Der derzeitige Vorstandsvorsitzende der FC Bayern München AG düpierte in 310 Spielen der höchsten deutschen Spielklasse 162 Mal den gegnerischen Keeper. Auch in den nationalen und internationalen Pokalwettbewerben zeichnete sich der am 25. September 1955 im westfälischen Lippstadt geborene Rummenigge als Torgarant aus. Als Europas Fußballer der Jahre 1980 und 1981 galt er neben Diego Maradona als der vielleichte beste Spieler der frühen 1980er Jahre. Neben Titeln mit dem FCB (u. a. Weltpokalsieger 1976, Deutscher Meister 1980 und 1981) gewann er mit der Nationalmannschaft 1980 die Europameisterschaft. 1982 und 1986 erreichte er mit der DFB-Auswahl jeweils das Endspiel der Weltmeisterschaft. Nach drei Spielzeiten bei Inter Mailand ließ er seine Karriere bei Servette Genf in der Schweiz ausklingen, und zwar so, wie man ihm am besten kennt: als Torjäger. Mit 24 Treffern in 32 Spielen wurde er 1989 Torschützenkönig der Schweizer Nationalliga A.

Thomas Müller, Roland Wohlfarth, Arjen Robben, Uli Hoeneß oder Giovane Elber sind Namen, die auch jeder junge Bayern-Fan kennt. Doch auch in den Jahren, bevor der FC Bayern zum Rekordmeister avancierte, trugen Spieler das rot-weiße Trikot, die wussten, wo das Tor steht. Platz vier belegt einer dieser Stürmer: Rainer Ohlhauser. Der am 6. Januar 1941 in Dilsberg geborene Ohlhauser kickte von 1961 bis 1970 für die Bayern. In zwei Jahren in der Oberliga Süd benötigte er lediglich 55 Spiele, um 47 Mal zu treffen. Auch in der Regionalliga Süd bewies er mit 75 Toren in 71 Begegnungen seine Klasse. Ohlhauser, der lediglich einmal für die bundesdeutsche Nationalmannschaft auflaufen durfte, zeigte auch in der Bundesliga sein Können. In seinen 164 Partien für den FC Bayern erzielte er 64 Treffer und holte mit ihnen fünf Titel.

Für Rang fünf der besten Bayern-Stürmer aller Zeiten lohnt sich ein Blick in die Anfänge der Klubgeschichte. 1932 errang der FCB das erste Mal den Titel eines deutschen Meisters. Doch schon Jahre vorher begeisterte mit Josef Pöttinger ein Mann die Massen. Pöttinger, der 1903 in München geboren wurde und dort auch 1970 starb, beeindruckte vor allem durch seine Technik. 1920 debütierte er 17-jährig in der ersten Mannschaft der Bayern und zeigte Jahr für Jahr seine Klasse, bis er verletzungsbedingt gezwungen war, 1931 seine aktive Laufbahn zu beenden. Dadurch verpasste er auch den Titelgewinn im folgenden Jahr. Seine Erfolgsbilanz beläuft sich auf 117 Tore in 102 Spielen.

Pöttinger, der zwischen 1926 und 1930 auch für die deutsche Nationalelf 14 Begegnungen mit neun Treffern absolvierte, arbeitete nach dem Ende seiner Karriere als Trainer, darunter beim FC Teutonia München, dem 1. SV Jena und dem VfB Stuttgart. 1946/47 kehrte er noch einmal für eine Spielzeit zu seinen Bayern zurück und führte sie in den turbulenten Nachkriegsjahren auf Platz 11 in der Oberliga Süd. Bekannt war „Pötschge“ zudem für seine Totoannahmestelle in der Nähe des Münchener Hofbräuhauses.