Champions League
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Nach der Pflicht nun die Kür für den FC Bayern: In der Gruppenphase der Champions League war selbst Spaniens Tabellenführer Atlético Madrid chancenlos gegen die Dominanz der Münchener und kassierte in der Allianz Arena eine 0:4-Schlappe. Jetzt beginnt mit dem Achtelfinale die K.-o.-Phase und es wird ernst für die Bayern.

Am Dienstag treffen die Münchener im Stadio Olimpico auf Lazio Rom. Die Italiener machten bereits in ihrer Gruppe Bekanntschaft mit einem deutschen Vertreter. In den beiden Begegnungen gegen Borussia Dortmund gewannen sie auf heimischem Terrain mit 3:1, während sie beim BVB ein 1:1-Unentschieden erkämpften. Dennoch reichte es für Lazio lediglich zu Rang zwei, da sie gegen Club Brügge (1:1, 2:2) und Zenit St. Petersburg (1:1) in drei Partien nur drei Punkte holten. Ergebnisse, mit denen selbst die besten Buchmacher nicht unbedingt gerechnet haben.

Der FC Bayern gilt nicht nur aufgrund der Leistungen in der Champions League als großer Favorit. Während die Münchener die Bundesliga trotz durchwachsener Leistungen anführen, liegen die Römer in der heimischen Serie A lediglich auf Rang sieben. Allerdings beträgt der Abstand zu ihrem Lokalrivalen AS auf Platz drei lediglich drei Punkte.

Verlassen können sich die Hauptstädter vor allem auf ihren Torjäger Ciro Immobile. Der Ex-Dortmunder schießt auch in dieser Saison Tore wie am Fließband und hat bereits 14 Treffer in der Serie A erzielt. In der Champions League haben die gegnerischen Abwehrreihen ebenfalls Bekanntschaft mit den Stärken des Ciro Immobile schließen müssen. In vier Partien durfte er fünfmal über seine eigenen Treffer jubeln.

Allerdings droht dem zweimaligen italienischen Meister Ungemach durch die heimische Staatsanwaltschaft. So sollen die Verantwortlichen des Vereins acht positive Corona-Fälle vor der Partie gegen Brügge nicht rechtzeitig an die Gesundheitsbehörde weitergereicht haben. Gerüchten zufolge soll Immobile in der Serie A trotz eines positiven Tests gespielt haben. Möglich ist sogar der Ausschluss aus der Meisterschaft.

Probleme bereitet derzeit die personelle Situation des FCB. Aufgrund einer COVID-19-Erkrankung fehlen zumindest im Achtelfinalhinspiel Thomas Müller und Benjamin Pavard. Verletzt passen müssen Serge Gnabry, Corentin Tolisso und Douglas Costa. Trainer Hansi Flick ist daher um seine Aufgabe nicht zu beneiden. Zumal am Samstag erst einmal das Top-Spiel bei Eintracht Frankfurt auf dem Programm steht. Weitere Ausfälle würde die Aufgabe der Bayern nicht gerade erleichtern.

Sollten die Münchener sich für das Viertelfinale qualifizieren, könnten sie auf zahlreiche alte Bekannte treffen. Möglich wäre etwa die Neuauflage des letztjährigen Finales gegen Paris Saint-Germain, die in ihrem Achtelfinalhinspiel 4:1 beim FC Barcelona gewannen.