FC Bayern Frauen
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Sie haben es geschafft! Sie sind deutscher Meister geworden – die FCB-Frauen, von denen man zugegebenermaßen im Vergleich zur Männermannschaft wenig in Medien und Berichten hört. Doch sollten wir diesen Damen nicht vielleicht schon jetzt wesentlich mehr Aufmerksamkeit schenken? Sie gehören immerhin nicht nur zu den besten Fußballspielerinnen Deutschlands, sondern auch zu den besten Frauenfußballmannschaften der Welt.

Den Titel des deutschen Meisters haben Sie sich erst vor wenigen Wochen im Spiel gegen Wolfsburg gesichert und nun ist es amtlich: Die FCB-Frauen sind Deutscher Meister 2021! Eine bessere Frauenfußballmannschaft gibt es in Deutschland aktuell somit nicht.

Doch Deutschland ist noch lange nicht alles, was das Team auf dem Schirm hat. Vor allem im internationalen Umfeld möchte man hoch hinaus. Dass dafür einiges an Konzentration und Verzicht nötig ist, das ist den Frauen klar. Für die Profis ist das kein Problem, sagen die Spielerinnen, die oftmals nicht nur auf ein intimes Familienleben, sondern auch auf einiges an Freizeitspaß verzichten.

Während Altersgenossinnen sich auf Partys tummeln, mit einem neuesten Online Casino Bonus ohne Einzahlung beim spannenden Spiel um Gewinne dabei sind oder sich im Strandurlaub in der Sonne entspannen, trainieren die Frauen vom FCB hart und ohne Ausreden. Der Erfolg ist das klar Ziel, und zwar ein Erfolg nicht nur auf deutscher, sondern vor allem auch auf internationaler Ebene.

Die FCB-Frauen im internationalen Vergleich

In der Champions League haben es sich die FCB-Frauen im Jahr 2021 nicht gerade leicht gemacht. Mit einer teilweise als riskant bezeichneten Aufstellung sind Sie in so manches Spiel gegangen, haben es aber dennoch mehr als einmal geschafft, den erwarteten Sieg zu holen. Vom Druck, der auf den Frauen lastet, spürt man im Spiel nichts. Sie zeigen eine taktisch ausgereifte Offensive und behalten auch in kniffligen Situationen die Ruhe.

Ein Vorteil der Frauenwelt, wie so manch einer behaupten könnte? Wir sagen nein – egal, ob Frau oder Mann, in stressigen und kniffligen Situationen einen klaren Kopf behalten zu können, ist eine wahre Kunst. Eine Kunst, die gelernt sein möchte. Jens Scheuer, Trainer der Frauenmannschaft, legt darauf somit ganz besonders viel Wert und führt das Team mit seiner Strategie nun schon seit 2019 erfolgreich durch zig Turniere.

Champions League 2021

Werfen wir doch einen kurzen Rückblick auf die Champions League des Jahres 2021. Auch wenn es nicht zum Titel gereicht hat, der Erfolg des FCB-Frauenteams sorgte über Wochen für Jubelstürme bei den Fans. Gescheitert ist die Mannschaft von Jens Scheuer erst im Halbfinale, und zwar beim Rückspiel gegen den FC Chelsea, bei dem man ein 4:1 hinnehmen musste. Ein herber Rückschlag nach dem 2:1 Erfolg im Hinspiel. Obwohl der FCB es geschafft hatte, nach dem ersten Tor der Gegner nach rund einer halben Stunde zum 1:1 auszugleichen, hat es am Ende doch nicht gereicht.

Die FCB Frauen als Zukunftshoffnung

Auch wenn der Einzug ins Finale nicht geklappt hat, die Bayern-Bosse sehen dennoch das Potential der bereits jetzt überaus starken Mannschaft. Der Vereinspräsident Herbert Hainer spricht davon, dass dieses Team zum „Vorreiter im nationalen und internationalen Frauenfußball“ werden soll. Große Ambitionen und große Ansprüche, die an die Frauenmannschaft gestellt werden.

Doch bekommen die FCB-Frauen dafür auch die nötigen finanziellen Mittel, Infrastrukturen und Trainingsmöglichkeiten gestellt? Selbst heute ist nämlich eines immer noch die traurige Wahrheit: Im Frauenfußball steckt wesentlich weniger Ruhm, Bekanntheit und somit auch wesentlich weniger Geld als in der männlichen Fußballwelt. Erwartet wird dennoch gerne mindestens ebenso viel. Eine Rechnung, die nicht wirklich aufgehen kann.

Unterschiede zwischen Männern und Frauen im Profisport

Unterschiede im Berufsleben zwischen Männern und Frauen sind eine inzwischen mehrfach bewiesene Tatsache. Ebenso klar ist, dass die Unterschiede dabei in fast allen Fällen zu Gunsten der männlichen Seite ausfallen. Höhere Bezahlungen, häufigere Beförderungen und insgesamt weniger negative Vorurteile, über all das können sich erfolgreiche Männer im Berufsleben freuen. Frauen hingegen haben oftmals mit Unterbezahlung, geringeren Karrierechancen und vor allem negativen Vorzeichen bezüglich ihrer Karriere zu rechnen.

Sieht das im Profisport und vor allem im Profifußball genauso aus? Überlegen Sie doch einmal, wie oft Sie in den Medien von Frauenfußball hören und wie oft einfach nur von Fußball, womit automatisch den Männermannschaften gesprochen wird. Ein klares Urteil. Frauenmannschaften tauchen kaum auf den Bildschirmen dieser Welt auf. Die FCB-Frauen haben es sich allerdings zum Ziel gemacht, genau das zu ändern. Lautstarke Unterstützung bekommen Sie dabei auch vom Vereinspräsidenten. Inwiefern sich dessen Worte jedoch in Taten widerspiegeln werden, das bleibt fraglich.

Ein Zugang der Frauenmannschaft zur Allianz Arena steht aktuell im Raum. So soll das Frauenteam für die Heimspiele möglicherweise schon bald vom FC Bayern Campus in die Allianz Arena umziehen. Ein Schritt, der schon lange fällig ist, finden die Fans, die sich wünschen, dass den Frauen endlich auch das gleiche Prestige für ihre erstklassigen Leistungen zugeschrieben wird wie dem männlichen Gegenpol, der seine Spiele natürlich ganz selbstverständlich in der Allianz Arena abhält.

Männer und Frauen: Unterschiede im Leistungssport

Unterschiedliche Stadien für Fußballspiele, unterschiedliche Förderungen und Budgets, unterschiedliche Unterstützung vom Verein – all das sollte es zwischen den Männer- und Frauen-Fußballmannschaften eines Clubs nicht mehr geben. Da es jedoch auch in dieser Branche nun einmal ums Geld geht und Männerfußball wesentlich größere Sponsoren anzieht, haben es die Frauen nicht immer leicht. Das Ziel jedoch ist klar: Die Frauen wollen und sollten mindestens genauso ernst genommen werden wie die Männermannschaft.

Sind Männer und Frauen im Leistungssport also gleich? Nein, das kann man so natürlich nicht sagen. Es gibt physische Unterschiede zwischen Männern und Frauen und das will auch niemand bestreiten. So unterscheiden sich Herzvolumen und –Frequenz, Muskelzusammensetzung und ganz allgemein körperliche Merkmale. In Wettbewerben zwischen Geschlechtern zu unterscheiden, basiert somit auf einer wissenschaftlichen Grundlage, auf Tatsachen und Fakten.

Der Unterschied hingegen in der Förderung der Nachwuchstalente, bei den Chancen im Berufssport und der Anerkennung, das sind Unterschiede, die es im Jahr 2021 eigentlich nicht mehr geben sollte. Ein Blick auf den FC Bayern zeigt das ganz deutlich: Sowohl die Männer- als auch die Frauenmannschaft haben 2021 den Titel des Deutschen Meisters geholt. Vom Sieg der FCB Frauen haben die meisten Deutschen wohl trotzdem bisher noch nicht einmal gehört.