Champions-League-Pokal
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Es gibt wenige Fußballmannschaften, die so erfolgreich sind wie der FC Bayern. In Deutschland ist die Vormachtstellung des Sterns des Südens ohnehin seit vielen Jahren ungebrochen. Aber auch auf der internationalen Bühne lässt sich das Team nicht lumpen und konnte bereits viele Trophäen mit nach Hause nehmen. Zudem ist der Kader immer eine Pipeline in die Nationalmannschaft. Dieses Jahr sehen sich die Bayern aber einer echten Herausforderung gegenüber: die starke Konkurrenz in der Champions League.

Die Gruppenphase ist bereits überstanden

An den meisten Premier league quoten kann man erkennen, dass der FC Bayern von den meisten Beobachtern als starker Kandidat auf den Titel gesehen wird. Dem wurden die Münchner in der Gruppenphase aber nur begrenzt gerecht. Zwar qualifizierten sie sich direkt für die Knock-out-Phase, ohne den Umweg über die Relegation gehen zu müssen. Allerdings landeten sie dabei nur auf dem zweiten Platz. Eine respektable Leistung, aber wer die dominanten Bayern aus der Bundesliga kennt, der wird sich doch ein wenig wundern. Der erste Platz ging an den anderen Top-Favoriten Arsenal London. Hier zeichnet sich direkt die Hauptrivalität der Saison ab.

Welche Gegner schaffen es aus der Knock-out-Phase?

Im nächsten Schritt steht eine der Mannschaften für die Bayern auf dem Spielplan, die sich in der Relegation für die Knock-out-Phase qualifizieren können. Dabei gibt es durchaus ernst zu nehmende Konkurrenz zu berücksichtigen. Atalanta und Olympiacos werden vermutlich nicht unbedingt die Angstgegner sein. Potenziell stehen die Bayern aber ein paar alten Bekannten aus der Bundesliga gegenüber. Denn sowohl Bayer Leverkusen als auch Borussia Dortmund sind hier mit von der Partie. Hier könnten sich einige heiße Begegnungen vom deutschen Rasen wiederholen. All diese Aufgaben sind für die Bayern aber definitiv schaffbar. Gerade in der Bundesliga beweisen die Spieler momentan eine ausgezeichnete Form.

Viertelfinale

Gegenwärtig kann man natürlich bisher nicht sagen, wer beim Viertelfinale mit dabei sein wird. Oftmals wird diese Stufe in ihrer Wichtigkeit unterschätzt, die Teams bereiten sich geistig bereits auf das Halbfinale oder das Endspiel vor. Gerade die Bayern haben sich hier in der Vergangenheit leider öfters einmal überrumpeln lassen. Jeder Gegner, der so weit kommt, muss auf jeden Fall ernst genommen werden. Allerdings kann man davon ausgehen, dass die Mannschaft unter dem Trainer Vincent Kompany dieses Jahr nicht ins Straucheln kommt. Denn gerade auf der strategischen oder taktischen Ebene bewiesen die Bayern zuletzt eine ausgezeichnete Disziplin.

Halbfinale

Vier Mannschaften ziehen ins Finale ein, es handelt sich also um die echten Top-Favoriten. Man kann davon ausgehen, dass sich hier zum Beispiel der Titelverteidiger Paris Saint-Germain wiederfinden wird, auch wenn die Pariser in der Gruppenphase etwas gekleckert haben. Wenn man vom gegenwärtigen Stand ausgeht, könnte sich der Rest des Feldes sehr britisch zusammensetzen. Denn gerade in dieser Saison wimmelt es geradezu vor britischen Teams in den oberen Sparten der Champions League. Es zeichnet sich also bereits jetzt eine starke Konkurrenz zwischen dem kontinentalen Europa und der britischen Insel ab. Das fügt dem Ganzen natürlich noch eine besonders emotionale Komponente bei.

Das große Spiel

Am 30. Mai ist es dann so weit: in einer Begegnung steht alles auf dem Spiel. Kein Hin- und Rückspiel, keine Tordifferenz, 90 Minuten aufregender Fußball, der einen Einzug in die Geschichte verspricht. Die Fans der Bayern drücken natürlich alle Daumen, dass die Rot-Weißen auf dem Rasen stehen werden. Der wahrscheinlichste Konkurrent ist im Moment Arsenal London. Das wäre natürlich eine besonders starke Begegnung, die sich durch ein besonders hohes Tempo und ein aggressives Pressing auf beiden Seiten auszeichnen würde. Für viele Beobachter gilt diese Begegnung als die spannendste im gesamten Turnierverlauf. Beide Teams könnten gewinnen, die Frage ist dann, wer die bessere Tagesform hat.

Ein zaghafter Ausblick

Im Moment sieht es so aus, als würde Arsenal London wie eine Dampfwalze über das gesamte Turnier hinweg brettern. Die Frage ist, ob die Bayern oder auch eine andere Mannschaft dem hohen Druck der Londoner genügend entgegensetzen können. Dafür haben die Münchner alle Werkzeuge, die sie benötigen. Ziel ist es tatsächlich, das Match etwas schneller und chaotischer zu gestalten, als das den Londonern lieb ist. Die Bayern dürfen auf keinen Fall Platz für einen strukturierten Spielaufbau zulassen. Stattdessen gilt es, früh zu stören, schnell zu passen und riskante Angriffe zu wagen, die die britischen Strategen überfordern.