Bundesliga

Die Stimmen zum Duselsieg in Freiburg: „Wir haben es mit Glück überstanden“

Hansi Flick
Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

Der FC Bayern hat sein letztes Auswärtsspiel in diesem Jahr, mit etwas Glück, gewonnen. Die Münchner setzten sich am 16. Spieltag mit 3:1 beim SC Freiburg durch. Spieler und Verantwortlichen zeigten sich nach der Partie sichtlich erleichtert.

Die wenigsten Bayern-Fans hätten nach dem Schützenfest gegen Werder Bremen ernsthaft damit gerechnet, dass der deutsche Rekordmeister sich so schwer tun würde gegen den SC Freiburg. Doch die Breisgauer haben sich (mal wieder) als schwerer Brocken präsentiert. Nach zuletzt zwei 1:1-Unentschieden in Folge, hat der FCB jedoch erneut einen Sieg gegen den Sport-Club eingefahren.

Embed from Getty Images

Bayern-Trainer Hansi Flick haderte nach dem Spiel mit den beiden unterschiedlichen Halbzeiten: „Es waren zwei komplett verschiedene Halbzeiten. In der ersten Halbzeit haben wir es sehr gut gemacht und hätten 2:0 oder 3:0 führen müssen. Freiburg hat es dann in der zweiten Halbzeit gut gemacht.“ Der 54-jährige zeigte sich aber ehrlich und sprach dennoch von einem glücklichen Sieg: „Ich bin von Hause aus ein positiver Mensch. Aber wenn man sieht, wie zum Schluss die Angriff auf unser Tor gerollt sind, haben wir es letztendlich mit Glück überstanden und von daher auch glücklich das Spiel gewonnen.“

Ein Sonderlob gab es indes für den FCB-Youngster Joshua Zirkzee, der den Rekordmeister in der Nachspielzeit auf die Siegerstraße brachte: „Ich habe gedacht, wenn noch eine Flanke kommt, kann er sie reinmachen. Joshua macht es auch im Training sehr gut, seine Entwicklung ist bemerkenswert. Heute hat er sich belohnt und damit auch die Mannschaft.“

Kapitän Manuel Neuer betonte in der Mixed Zone, dass es Sieg des Willens und Moral war: „In der ersten Halbzeit haben wir ein klasse Spiel gemacht mit guten Torchancen. Da hätten wir vielleicht den Sack schon zumachen müssen. Wir haben dann aber dieses selbstverständliche Spiel in der zweiten Halbzeit nicht mehr weitergespielt. Der 3:1-Erfolg war ein Sieg des Willens und am Ende auch der Moral.“

Freiburg hadert mit dem Ergebnis

Die Gastgeber hingegen zeigten sich sichtlich enttäuscht mit dm Ergebnis. Jochen Saier, Sportvorstand SC Freiburg, äußerte sich wie folgt dazu: „Es fühlt sich richtig beschissen an. Fußball ist manchmal brutal. Die Niederlage ist nicht gerecht.“

Embed from Getty Images

Auch SCF-Coach Christian Streich haderte mit dem Ausgang der Partie, war dennoch zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Am Anfang habe ich gedacht, dass sie uns aus dem Stadion knallen. Dass wir in der Lage waren, uns immer mehr zu befreien und eigene Torchancen zu kreieren, hätte ich so nicht für möglich gehalten.“