Champions League

Bittere CL-Pleite: Bayern lässt unzählige Chancen liegen und verliert gegen PSG

Thomas Müller
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Der FC Bayern hat einen herben Dämpfer in der UEFA Champions League kassiert. Die Münchner musste sich im Viertelfinal-Hinspiel mit 2:3 gegen Paris Saint-Germain geschlagen geben. Es war die erste Niederlage seit mehr als zwei Jahren für den FCB in der Königsklasse und die erste für Hansi Flick.



Nach sieben Pflichtspielen in Folge ist diese Siegesserie der Bayern gerissen. Der deutsche Rekordmeister verlor das Viertelfinal-Hinspiel in der CL am Mittwochabend, in der heimischen Allianz Arena, mit 2:3 gegen Paris Saint-Germain. Damit hat der FCB keine wirkliche gute Ausgangslage für das Rückspiel kommende Woche (13. April) in Paris. Für die Bayern war es zudem die erste Niederlage in der Königsklasse seit dem März 2019.

Flick setzt erneut auf Hernandez und Süle

Hansi Flick hat nach dem 1:0-Erfolg gegen Leipzig keine Veränderungen an seiner Startelf vorgenommen. Lucas Hernandez und Niklas Süle durften damit erneut von Anfang an spielen. Nach dem kurzfristigen Ausfall von Serge Gnabry (Covid-19) gab Eric Maxim Choupo-Moting erneut den Lewandowski-Ersatz im Sturmzentrum.

Bayern drängt, Paris trifft eiskalt

Die Bayern präsentierten sich von der ersten Minute an torgefährlich und hatten bereits nach 180 Sekunden zwei große Chancen: Hernandez traf aus spitzem Winkel nur das Außennetz, Choupo-Moting wenige Sekunden mit dem Kopf die Latte.

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Quasi im Gegenzug schockte Kylian Mbappe die Münchner und brachte die Gäste mit ihrem ersten Torschuss mit 1:0 in Führung. Besonders bitter: Manuel Neuer sah bei dem Abschluss des Stürmers nicht wirklich gut aus. Die Flick-Elf zeigte sich trotz des frühen Rückstands alles andere als geschockt und drängte direkt auf den Ausgleich. Müller (10.), Goretzka (19.) und Pavard (20.) hatte alle samt gute Gelegenheiten, ließen diese aber ungenutzt.

In der 28. folgte dann die nächste „kalte Dusche“ für die Bayern: Nach einer PSG-Ecke rückten die Münchner zu langsam hinten raus, Neymar bediente Marquinhos mustergültig und der Innenverteidiger behielt freistehend vor Neuer die Nerven und erhöhte auf 2:0 für PSG.

Fünf Minuten später musste Leon Goretzka angeschlagen ausgewechselt werden, für den Mittelfeldspieler kam Alphonso Davies ins Spiel. In der 37. belohnte sich der FCB dann doch noch für den engagierten Auftritt. Nach einer mustergültigen Hereingabe von Benjamin Pavard war Choupo-Moting zur Stelle und verkürzte per Kopf auf 1:2.

Kurz vor der Halbzeitpause (42.) war Flick erneut gezwungen zu wechseln: Jerome Boateng kam für den angeschlagenen Niklas Süle ins Spiel. Am Ende blieb es beim Pausenrückstand für den FC Bayern.

Müller gleicht aus, Mbappe bringt PSG wieder in Front

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem Neuer (52.) zunächst gegen Neymar parierte und Davies kurz darauf auf der Linie klärte. Auf der Gegenseite scheiterte Alaba (52.) mit einem Distanzschuss an Navas. In der 60. war es dann jedoch soweit: Nach einem Freistoß von Kimmich war Müller zur Stelle und glich zum 2:2 aus. Der Jubel über den Treffer hielt jedoch nicht allzu lange. Acht Minuten später brachte Mbappe PSG, mit einem trockenen Abschluss, erneut mit 3:2 in Führung.

In den Schlussminuten warfen die Bayern nochmals alles vorne, den Münchnern fehlte es jedoch an der nötigen Präzision im letzten Spieldrittel. Am Ende blieb es bei der knappen und unverdienten Niederlage für den deutschen Rekordmeister. Der sich mit 31:6 Torschüssen ein deutliches Chancenplus erspielt hatte.

Für den FC Bayern geht es am kommenden Samstag weiter. Dann empfängt man in der Fußball Bundesliga Union Berlin in der Allianz Arena.