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Hoeneß enthüllt: „Ich habe 1860 den Investor besorgt“

Uli Hoeneß
Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Es ist hinlänglich bekannt, dass die Bayern den Stadtrivalen bereits im Jahr 2006 und 2010 vor der Insolvenz bewahrten. Nun bringt jedoch ausgerechnet der ehemalige Bayern-Präsident Uli Hoeneß ein weitere pikante Geschichte ans Licht, die vor genau zehn Jahren stattfand.



Am 30. Mai unterschrieb 1860 München eine Kooperation mit dem jordanischen Investor Hasan Ismaik. Was jedoch bislang niemand wusste, ist die Tatsache, dass Uli Hoeneß hierbei seine Finger im Spiel hatte. „Den Ismaik, also den Hamada, den habe ja auch ich ihnen besorgt“, erläuterte Uli Hoeneß gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“. Bei Hamada Iraki handelt es sich um Ismaiks damaligen Berater. Gemäß des Zeitungsberichtes soll Hoeneß die Inverstoren-Lösung für die 60er aktiv herbeigeführt und Löwen-Präsident Dieter Schneider telefonisch kontaktiert haben. „Ich habe ihm gesagt, da gibt´s einen, der möchte euch Geld zukommen lassen. Macht das Mal“, lässt Hoeneß gegenüber der Zeitung verlauten.

Aktion der „reinen Menschenliebe“ musste jahrelang geheim gehalten werden

Als Intention für die Zahlung gab Hoeneß „reine Menschenliebe“ an. Aufgrund der schwierigen Verhältnisse zwischen den beiden Lokal-Rivalen musste die Geschichte jedoch bis heute unter der Decke gehalten werden. Die Löwen-Fans waren zu diesem Zeitpunkt schon nicht gerade begeistert von der Beteiligung Ismaiks. Wenn die Anhänger dann auch noch Wind davon bekommen hätten, wer an diesem Geschäft mitgewirkt hat, wäre ordentlich Zündstoff in der Luft gelegen.

Gänzlich überraschend ist die indirekte Hilfe von Hoeneß jedoch nicht. Schließlich machte sein Handeln schon in der Vergangenheit klar, dass er die Löwen nicht sterben sehen möchte. Ein wenig interne Stadt-Rivalität will schließlich auch der FC Bayern nicht missen, selbst wenn die Kräfteverhältnisse in München eindeutig verteilt sind.