Kurios: Boateng hat bessere Fitness-Werte als die Abwehrstars des FC Bayern

Jonas Gerhartz
Jonas Gerhartz - Redakteur
Foto: FC Bayern

Auch wenn der FC Bayern seit Wochen große Personalsorgen in der Innenverteidigung hat, wird Jerome Boateng nicht zum deutschen Rekordmeister zurückkehren. Die Münchner haben sich gegen eine Verpflichtung entschieden. Sportlich konnte der Weltmeister von 2014 überzeugen. Dabei soll Boateng sogar bessere Fitness-Werte vorgewiesen haben, als die etatmäßige Innenverteidigung um Dayot Upamecano, Matthijs de Ligt und Minjae Kim.

Mit Ende des vergangenen Transferfensters übte Bayern-Coach Thomas Tuchel öffentlich Kritik an der fehlenden Kadertiefe. Denn mit Benjamin Pavard, Lucas Hernandez und Josip Stanisic haben gleich drei Verteidiger die Münchner verlassen. Auf der Zugangsseite verpflichtete der deutsche Rekordmeister mit Minjae Kim von der SSC Neapel lediglich nur einen neuen Innenverteidiger. Dementsprechend steht dem 50-Jährigen in der aktuellen Saison mit Dayot Upamecano, Minjae Kim und Matthijs de Ligt nur drei etatmäßige Innenverteidiger zur Verfügung. Zu wenig, wenn man bedenkt, dass die Bayern in einer Spielzeit über 50 Pflichtspiele absolvieren.

Diese fehlende Kadertiefe bekommen die Münchner aktuell zu spüren. Denn mit Upamecano und de Ligt fallen gleich zwei der drei Verteidiger verletzungsbedingt vorerst aus. Und auch der Südkoreaner Kim war zuletzt beim Pokalspiel in Münster angeschlagen.

Boateng überrascht mit Fitness-Werten

Um diese akuten Personalsorgen zu lösen, hatte sich der FC Bayern in den vergangenen zwei Wochen mit einer Rückkehr von Jerome Boateng beschäftigt. Der 35-Jährige ist aktuell vereinslos und auf der Suche nach einem neuen Club. Schlussendlich haben sich die Münchner gegen eine erneute Verpflichtung vom ehemaligen Nationalspieler entschieden. Der Grund: Boateng sorgte abseits des Platzes in der Vergangenheit immer wieder für negative Schlagzeilen. Zudem hat der 35-Jährige derzeit noch ein laufendes Gerichtsverfahren wegen Körperverletzung am Laufen. Dahingehend war den Bayern eine Verpflichtung schlichtweg zu „heiß“.

An der sportlichen Verfassung von Boateng wäre eine Verpflichtung wohl nicht gescheitert. Vielmehr hat Jerome Boateng bei den Fitnesstests an der Säbener Straße für Aufsehen gesorgt. Denn wie die „WELT“ und nun auch „SPORT1“ berichten, hat der Weltmeister von 2014 sogar bessere Fitness-Werte als alle Innenverteidiger des deutschen Rekordmeisters – und das obwohl dieser seit Juni 2023 kein Pflichtspiel mehr bestritten hat und sich monatelang „nur“ mit einem privaten Trainer fit gehalten hat.

Auch wenn sich die Bayern schlussendlich gegen eine Verpflichtung entschieden haben, darf sich Boateng weiterhin bei der U23-Mannschaft fit halten. Währenddessen sucht der 35-Jährige weiterhin nach einem neuen Arbeitgeber. Eigenen Aussagen zufolge liegt seine Zukunft nach der Bayern-Absage im Ausland.

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