DFB will Zuschauer stärker einbinden: VAR-App für Fans kommt voraussichtlich 2024

Tim Schoster
Foto: IMAGO

Der DFB plant eine spannende Innovation. Die Einführung einer neuen VAR-App soll Fans im Stadion die gleichen Einblicke gewähren, die Fernsehzuschauer bereits genießen. Das Ziel? Die Fan-Erfahrung verbessern und für mehr Transparenz sorgen.

In einer Anfrage der „Deutschen Presse-Agentur“ unterstrich Jochen Drees, Projektleiter beim DFB, die Bedeutung dieses Schrittes. „Wir sind uns einig, dass eine App für Zuschauer im Stadion ein Hilfsmittel sein kann. Die Ideenphase dazu ist abgeschlossen, wir sind nun in einer Planungsphase und fragen uns, wie die Umsetzung gelingen kann“, teilte er mit. Er strebt an, dass Stadionbesucher und Fernsehzuschauer künftig die gleichen Bilder bei VAR-Entscheidungen erhalten.

„Das System muss im Stadion einwandfrei funktionieren“

Doch bevor die App live geht, müssen die Verantwortlichen noch einige Herausforderungen meistern. Drees betont, dass sie rechtliche Fragen klären und die technische Zuverlässigkeit im Stadionumfeld sicherstellen müssen. „Das System muss im Stadion einwandfrei funktionieren“, unterstreicht er. Außerdem merkt er an, dass es nicht sinnvoll wäre, wenn Fans nur noch auf ihre Smartphones starren.

Die VAR-App repräsentiert einen Teil der umfassenderen Bemühungen des DFB, das VAR-Verfahren transparenter zu machen. Hierbei blickt der Verband auf Länder wie England und Italien, wo Fans bereits Zugang zur Kommunikation zwischen Schiedsrichtern und Video-Assistenten haben. Diese Schritte folgen auch auf Vorfälle wie den VAR-Blackout in der Premier League im Spiel Liverpool gegen Tottenham.

Mit der geplanten Einführung der VAR-App im Jahr 2024 bekräftigt der DFB sein Engagement für mehr Transparenz und eine stärkere Fan-Einbindung. Es wird spannend sein zu sehen, wie diese Innovation das Erlebnis im Stadion verändert und ob sie die Akzeptanz des VAR fördert.

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