„Peinlich! Beschämend!“ – Matthäus rechnet mit Bayern-Stars ab

Tim Schoster
Foto: Getty Images

Es herrscht Unruhe in München, nachdem der FC Bayern im DFB-Pokal überraschend in Saarbrücken verloren hat. Fußballexperte und Ex-Bayern-Spieler Lothar Matthäus kritisiert die Bayern scharf für das frühe Aus im Pokal.

„Die Niederlage in Saarbrücken ist Bayerns größte Pokal-Blamage seit unserem Aus in Vestenbergsgreuth. Uns ist so etwas auch passiert. Aber viermal in Folge auf diese Art und Weise im Pokal zu scheitern, ist für den FC Bayern peinlich und beschämend“, so Matthäus. Er zieht dabei Parallelen zu einer der größten Pokal-Sensationen der Klubgeschichte, als der FC Bayern 1994 gegen den TSV Vestenbergsgreuth verlor.

Zudem bemängelt er die fehlende Selbstverständlichkeit und Dominanz des Teams in den vergangenen Wochen. „Es fehlte die Selbstverständlichkeit, die alte Bayern-Dominanz. Bei den Siegen in Kopenhagen, Mainz oder Istanbul war viel Glück dabei, die Mannschaft wirkt nicht gefestigt, Automatismen fehlen. Eine echte Weiterentwicklung sehe ich nicht“, so Matthäus. Besonders kritisch sieht er das entscheidende Gegentor: „Wenn nach einem Einwurf ein Gegentor fällt wie beim Treffer zum 1:2 in Saarbrücken, dann würde ich sogar mit meiner D-Jugend, welche ich trainiere, hart ins Gericht gehen: So etwas darf nie im Leben passieren, weil man sich zuvor als Team aufstellen, die Gegenspieler zuordnen kann.“

„Das ist eine Frage des Respekts!“

Ebenso unterstützt Matthäus die Kritik von Thomas Müller an seinen Mitspielern, die sich nach dem Spiel nicht den mitgereisten Fans zeigten. „Sich nach dem Spiel nicht den mitgereisten Fans zu zeigen, ist ein absolutes No-Go, das geht nicht. Die Spieler lassen sich nach Siegen feiern – also müssen sie auch nach einer Niederlage Kritik einstecken. Das ist eine Frage des Respekts!“, betonte Matthäus.

Teile diesen Artikel