Goretzka auf die Tribüne? Eberl gibt Einblick in Bayern-Plan

Markus Lenhardt
Foto: IMAGO

Leon Goretzka spielt keine Rolle in den Planungen des FC Bayern. Der Verein würde den Mittelfeldspieler im Sommer gerne loswerden. Laut Sportvorstand Max Eberl bleibt der 29-Jährige jedoch weiterhin fester Bestandteil des Profikaders, sollte es zu keinem Verkauf kommen.

Es ist kein wirkliches Geheimnis, dass Leon Goretzka ganz weit oben auf der Verkaufsliste des FC Bayern steht. Einen Abnehmer hat der FCB bisher aber nicht gefunden. Viel Zeit bleibt Max Eberl nicht mehr. Sollte man keinen Käufer für den ehemaligen Nationalspieler finden, wird dieser nicht auf die Tribüne verbannt: „Wir haben den Spielern klar kommuniziert, dass es schwer werden kann, damit es keine böse Überraschung gibt. Wenn sich Spieler entscheiden, zu bleiben, sind sie hundertprozentiges Mitglied des Kaders“, betonte dieser im Gespräch mit DAZN.

Laut dem 57-Jährigen hat Goretzka weiterhin eine Chance sich zu zeigen und zu spielen: „Wir wären ja naiv, einen Spieler, den wir bezahlen, auf die Bank oder Tribüne zu setzen, wenn er besser ist als andere, die auf dem Platz stehen. Wenn Leon am 31. August da ist, dann ist Leon da“.

„Er ist damit hochprofessionell umgegangen“

Der 29-Jährige stand im Pokalspiel gegen Ulm nicht im Kader von Trainer Vincent Kompany. Im ersten Bundesligaspiel der Saison gegen Wolfsburg saß Goretzka zumindest auf der Bank. Wechselgerüchte um den Nationalspieler gibt es schon seit Monaten. Auch der Sportdirektor der Nationalmannschaft Rudi Völler riet dem Mittelfeldspieler bereits zu einem Wechsel mit Blick auf die Weltmeisterschaft 2026.

Interessant ist: Goretzka lässt den Kopf nicht hängen, trotz der schweren Situation in München: „Er ist damit hochprofessionell umgegangen. Er hat sehr, sehr gute Leistungen im Training gebracht. Wir stellen keinen an die Seite. Was über die Saison hinweg passiert, werden wir sehen“

Keine konkreten Interessenten vorhanden

In den letzten Wochen gab es wohl unterschiedliche Klubs, die sich mit Goretzka beschäftigt haben. Neben losem Interesse von Mannschaften auf europäischen Spitzenniveau, Atlético Madrid, hat sich wohl auch der Charlotte FC aus den USA nach ihm erkundigt. Der Markt für Goretzka scheint also klein zu sein. Das hat wohl auch mit seinem Gehalt zu tun. Mit geschätzten 17 Millionen Euro gehört Goretzka zu den Spitzenverdienern in München.

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