Erling Haaland und der FC Bayern – dieses Thema sorgt immer wieder für Spekulationen. Schon vor seinem Wechsel zu Manchester City beschäftigten sich die Münchner intensiv mit dem norwegischen Torjäger. Nun wird der Superstar erneut mit dem deutschen Rekordmeister in Verbindung gebracht. Bayern-Präsident Herbert Hainer hat sich zu einem möglichen Transfer geäußert und dabei zumindest für die fernere Zukunft keine grundsätzliche Absage erteilt.
Auslöser der jüngsten Diskussionen ist die sportliche Zukunft von Manchester City. Für den Fall eines möglichen Abstiegs des englischen Spitzenklubs wurde zuletzt darüber spekuliert, ob Haaland den Verein verlassen könnte.
Auch der FC Bayern wurde in diesem Zusammenhang als möglicher Interessent genannt. Schließlich zählt der Norweger seit Jahren zu den gefährlichsten Stürmern der Welt und stand bereits in der Vergangenheit auf der Wunschliste der Münchner.
Hainer reagiert auf Haaland-Gerüchte
Im Gespräch mit der BILD wurde Hainer konkret darauf angesprochen, ob Haaland im Falle eines Abstiegs von Manchester City eine Option für den FC Bayern sein könnte.
Der 72-Jährige verwies zunächst auf die Qualität des aktuellen Bayern-Angriffs und machte deutlich, dass die Münchner derzeit keinen dringenden Handlungsbedarf sehen. „Wir haben mit Kane, Olise, Díaz und den anderen eine hervorragende Sturmreihe. Wir haben in der letzten Saison über 120 Tore geschossen. Ich denke also, dass wir im Angriff sehr gut aufgestellt sind“, erklärte Hainer.
Damit stellte sich der Bayern-Präsident klar hinter die aktuelle Offensive des Rekordmeisters.
Mit Harry Kane verfügen die Münchner bereits über einen der besten Mittelstürmer der Welt. Gemeinsam mit Michael Olise und Luis Díaz bildet der Engländer eine Offensive, die regelmäßig für zahlreiche Tore sorgt.
Ein zusätzlicher Superstar wie Haaland wäre unter diesen Voraussetzungen sportlich zwar reizvoll, aktuell aber kaum notwendig.
Haaland als Kane-Nachfolger? Hainer schließt nichts aus

Interessant wurde es allerdings bei der Nachfrage, ob Haaland möglicherweise in einigen Jahren ein Thema werden könnte – etwa als langfristiger Nachfolger von Harry Kane.
Hier fiel Hainers Antwort deutlich offener aus. „Wenn wir über die Zukunft in ein paar Jahren sprechen, dann wird die Situation eine andere sein, und wir werden sehen“, erklärte der Bayern-Boss.
Eine konkrete Transferabsicht lässt sich daraus zwar nicht ableiten. Allerdings vermied Hainer auch eine grundsätzliche Absage an einen möglichen Haaland-Transfer.
Die Münchner beschäftigen sich ohnehin langfristig mit der Besetzung ihrer Offensive. Kane ist mittlerweile 33 Jahre alt, sein aktueller Vertrag läuft noch bis Sommer 2027.
Der FC Bayern arbeitet derzeit intensiv an einer vorzeitigen Verlängerung mit dem englischen Nationalmannschaftskapitän. Präsident Hainer hatte zuletzt bestätigt, dass die Gespräche sehr positiv verlaufen und nur noch Details zu klären seien.
Bayern hatte Haaland schon früher im Visier
Dass Haaland grundsätzlich in das sportliche Anforderungsprofil des FC Bayern passt, ist keine Überraschung. Bereits während seiner Zeit bei Borussia Dortmund beschäftigten sich die Münchner mit einer Verpflichtung des Norwegers.
Letztlich entschied sich der Angreifer im Sommer 2022 für einen Wechsel zu Manchester City.
Ein neuer Anlauf wäre allerdings mit erheblichen finanziellen Herausforderungen verbunden. Neben einer möglichen Rekordablöse müsste der FC Bayern auch das hohe Gehalt des Torjägers berücksichtigen.
Hinzu kommt, dass ein möglicher Abschied von Manchester City derzeit reine Spekulation ist.
Für die unmittelbare Zukunft setzen die Bayern deshalb weiterhin auf Harry Kane. Sollte sich die Situation in einigen Jahren verändern, könnte Haaland allerdings erneut in den Fokus rücken.
Hainers Aussagen zeigen zumindest: Eine Verpflichtung des Norwegers will der Bayern-Präsident für die Zukunft nicht kategorisch ausschließen.

