Beim FC Bayern könnte sich im kommenden Winter eine überraschende Transfer-Personalie entwickeln. Minjae Kim ist offenbar ins Visier des FC Arsenal geraten. Ausgerechnet vor dem direkten Duell in der Champions League beschäftigen sich die Londoner mit einer Verpflichtung des südkoreanischen Innenverteidigers.
Kim steht bei den Münchnern noch bis 2028 unter Vertrag und hat sich zuletzt wieder mehr Einsatzzeiten erarbeitet. Unter Vincent Kompany gehört der 29-Jährige weiterhin zum erweiterten Stammpersonal, auch wenn Dayot Upamecano und Jonathan Tah in der Innenverteidigung grundsätzlich die Nase vorn haben.
Nun könnte allerdings Bewegung in die Zukunft des Südkoreaners kommen. BILD-Fußballchef Christian Falk bestätigte im Podcast „Bayern Insider“ das Interesse des englischen Spitzenklubs. „Arsenal London hat Minjae Kim auf dem Zettel“, erklärte der Transfer-Insider.
Dieser Mann steckt hinter dem Arsenal-Interesse
Besonders interessant sind die Hintergründe des möglichen Transfers. Laut Falk spielt Arsenals Scoutingchef Maurizio Micheli eine entscheidende Rolle. Der Italiener kennt Kim bereits aus gemeinsamen Zeiten bei der SSC Neapel und gilt als dessen Entdecker.
„Der arbeitet da als Leiter der Scouting-Abteilung bei Arsenal und der hat den Namen da ins Spiel gebracht“, so Falk.
Der Premier-League-Klub sucht nach der Verletzung von Piero Hincapié offenbar zusätzliche Verstärkung für die Defensive. Kim könnte dabei eine interessante Option sein.
Ob es tatsächlich zu konkreten Verhandlungen kommt, ist allerdings noch offen. „Ob Bayern überhaupt ihn hergeben würde im Winter, das ist nämlich die große Frage“, betonte Falk. Der BILD-Reporter hält einen Wechsel dennoch nicht für völlig ausgeschlossen.
„Ich kann es mir aber auf keinen Fall vorstellen“

Deutlich skeptischer zeigt sich BILD-Reporter Julian Agardi. Dieser kann sich kaum vorstellen, dass die Münchner ihren Innenverteidiger mitten in der Saison ziehen lassen.
„Ich kann es mir aber auf keinen Fall vorstellen, dass Bayern den im Winter ziehen lässt“, erklärte Agardi. Ein entscheidender Faktor sei die Verletzungsanfälligkeit von Hiroki Ito. Ein Abgang von Kim würde die personellen Optionen in der Defensive erheblich einschränken.
Auch sportlich sieht Agardi gewisse Fragezeichen. Zwar habe Kim während seiner Zeit in Neapel überragende Leistungen gezeigt, beim FC Bayern sei es ihm bislang aber nicht gelungen, dieses Niveau dauerhaft abzurufen.
Fest steht: Das Interesse aus London ist laut Falk vorhanden. Ob Arsenal im Winter tatsächlich einen Vorstoß wagt und die Bayern bei einem entsprechenden Angebot gesprächsbereit wären, bleibt abzuwarten. Zuletzt machten Meldungen die Runde, wonach die Bayern grundsätzlich auch offen für eine Vertragsverlängerung wären. Demnach möchten die Verantwortlichen in der Winterpause erste Gespräche mit dem Verteidiger führen.

