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IMAGO / Eibner

„Böse Erinnerungen“: Bayern macht die Allianz Arena wieder zur Festung

Von Sebastian Mittag · · 3 Min Lesezeit

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Vier Heimspiele, vier Siege und 23:2 Tore: Der FC Bayern macht die Allianz Arena wieder zur Festung. Nun wartet mit Arsenal der bislang größte Test.

Der FC Bayern hat in dieser Saison aus der Allianz Arena wieder einen Ort gemacht, an dem Gegner regelmäßig unter die Räder kommen. Nach dem 6:1 gegen RB Leipzig steht die beeindruckende Heimbilanz bei vier Siegen aus vier Pflichtspielen und einem Torverhältnis von 23:2.

Zum Bundesliga-Auftakt wurde der VfB Stuttgart mit 5:1 geschlagen. Es folgten ein 5:0 gegen Bodo/Glimt in der Champions League, ein 7:0 gegen Union Berlin und nun die nächste Machtdemonstration gegen Leipzig.

Besonders auffällig ist dabei, wie schnell Bayern seine Gegner in München unter Druck setzt. Die Mannschaft von Vincent Kompany presst früh, gewinnt viele zweite Bälle und hält das Tempo auch nach einer Führung hoch. Sobald der erste Treffer fällt, entsteht häufig eine Dynamik, aus der sich der Gegner kaum noch befreien kann.

Leipzig bekam das am Samstag besonders deutlich zu spüren. Nach dem frühen Tor von Luis Díaz legten die Münchner noch vor der Pause zweimal nach. Auch beim Stand von 3:0 nahm Bayern den Fuß nicht vom Gas und erhöhte nach dem Seitenwechsel auf 6:0, ehe den Gästen nur noch der Ehrentreffer gelang.

23:2 Tore zeigen Bayerns neue Heimdominanz

Konrad Laimer erklärte nach der Partie, warum sich die Münchner in der eigenen Arena derzeit so wohlfühlen. „Jeder, der hierher fährt, weiß, dass es keinen Spaß macht, gegen uns zu spielen. Mit den Fans im Rücken fühlen wir uns einfach wohl“, sagte der Österreicher.

Für ihn hinterlassen die hohen Ergebnisse längst Spuren bei den Gegnern. „Da haben schon ein paar Teams böse Erinnerungen, wenn sie hierher kommen“, stellte Laimer fest. Der frühere Leipziger machte zugleich deutlich, dass Bayern auch bei klaren Führungen weiter nachlegen will.

Diese Konsequenz ist ein wesentlicher Unterschied zu den jüngsten Auswärtsspielen. In Augsburg und Stavanger leistete sich Bayern Konzentrationsfehler und gab jeweils Punkte ab. In München wirkt die Mannschaft dagegen von Beginn an wacher, aggressiver und zielstrebiger.

Auch das Publikum spielt dabei eine Rolle. Frühe Ballgewinne und intensive Zweikämpfe bringen die Arena schnell auf Betriebstemperatur. Der Gegner bekommt dadurch kaum ruhige Phasen, während sich Bayern zunehmend in einen Rausch spielt.



Der nächste Heimgegner wird allerdings zum echten Gradmesser. Mit Arsenal kommt am Mittwoch eine Mannschaft, die selbst über enorme Qualität, ein starkes Pressing und viel Champions-League-Erfahrung verfügt. Die Londoner haben ihre vergangenen 14 Spiele in der Gruppen- beziehungsweise Ligaphase der Königsklasse gewonnen.

Damit steht Bayerns neue Heimstärke vor ihrem bislang größten Test. Die Gala gegen Leipzig hat gezeigt, welche Wucht die Münchner in der Allianz Arena entwickeln können. Gegen Arsenal muss nun der Beweis folgen, dass diese Dominanz auch gegen Europas absolute Spitze trägt.

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