Bundesliga

Trotz Tabellenführung: Die Unzufriedenheit beim FC Bayern bleibt

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Der FC Bayern hat sich mit dem gestrigen 2:1-Heimerfolg die Tabellenführung in der Fussball Bundesliga gesichert, wirklich zufrieden ist man beim deutschen Rekordmeister dennoch nicht. Vor allem die FCB-Profis zeigten sich nach dem Union-Spiel selbstkritisch.

Nach zwei sieglosen Spielen in Folge in der Bundesliga hat der FC Bayern seine „Minikrise“ gestern mit einem 2:1-Heimsieg gegen Union Berlin beendet. Die Diskussionen nach dem Spiel über die aktuelle Art und Weise wie sich die Münchner zurzeit präsentieren sind jedoch nicht verstummt.

Während sich Niko Kovac mit der Leistung seiner Spieler durchaus zufrieden zeigt, sind die FCB-Profis deutlich kritischer mit sich selbst, vor allem Philippe Coutinho und Manuel Neuer.

Coutinho nach dem Union-Spiel: „Wir sind weit Top-Level entfernt“

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Heimsieg, drei Punkte und die Tabellenführung: Niko Kovac konzentrierte sich gestern Nachmittag nach dem knappen Erfolg gegen Aufsteiger Unionzl auf die positiven Dinge. Der 48-jährige bemängelte lediglich die (erneut) mangelhafte Chancenverwertung seiner Mannschaft: „Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden. Aus dem Spiel heraus haben wir so gut wie nichts zugelassen. Vorne haben wir dann leider einige Hochkaräter liegen lassen.“

Das Fazit von Philippe Coutinho viel deutlich (selbst) kritischer aus. Der Brasilianer sprach nach dem Spiel das aus, was viele Bayern-Fans und Experten schon sei Wochen beschäftigt: „Wir sind weit von unserem Toplevel entfernt. Auch heute hat jeder gesehen, dass wir kein gutes Spiel gemacht haben. Uns allen ist klar, dass wir besser werden müssen.“

Auch Kapitän Manuel Neuer konnte und wollte seinen Ärger über die gestrige Leistung nicht verstecken. Anders als nach dem Piräus-Spiel, als er seinem Unmut im Gespräch mit den Journalisten kund tat, tobte der 33-jährige während des Spiels. Anfang der zweiten Hälfte brüllte Neuer seine Vorderleute an, ruderte mit den Armen und schüttelte unmissverständlich den Kopf. Sein Wutanfall kam bei den Fans gut an und wurde mit einem kurzen Applaus quittiert. Nach dem Spiel wollte sich Neuer indes nicht zu dem Vorfall äußern, vermutlich auch um sich selbst zu schützen vor unbedachten Aussagen im Eifer des Gefechts.