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Die Tormaschine gerät ins Stottern: Hat der FC Bayern ein Lewandowski-Problem?

Robert Lewandowski
Foto: Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images

Robert Lewandowski hat einen atemberaubenden Start in die Bundesliga Saison 2019/20 hingelegt und in elf Spielen in Folge mindestens einen Treffer erzielt. Der 31-jährige Pole blieb jedoch zuletzt drei Mal in Serie ohne Tor und macht damit deutlich, wie sehr der deutsche Rekordmeister von ihm abhängig ist.

Mit 16 Toren in 14 Spielen führt Robert Lewandowski derzeit die Torjägerliste in der Fussball Bundesliga an. Die Frage ist nur wie lange noch? Während der FCB-Stürmer in den vergangenen Monaten einen Rekord nach dem anderen pulverisierte, hat der 31-jährige Pole in den vergangenen Spielen Ladehemmung. Lewandowski blieb zuletzt drei Mal in Folge ohne eigenen Treffer, zwei Spiele davon verloren die Bayern.

Kurz vor der Winterpause ist genau das eingetreten, wovor viele Experten und Fans immer wieder gewarnt haben: sobald die Torquote von Lewandowski auf ein „normales Level“ sinkt, bekommen die Bayern Probleme.

Lewandowski trifft nicht mehr (und niemand springt in die Bresche)

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Die Abhängigkeit des FC Bayern von Robert Lewandowski und seinen Toren ist nicht erst seit dieser Saison ein Thema in München. Der deutsche Rekordmeister befindet sich faktisch schon seit Jahren auf der Suche nach einem adäquaten Backup, der den polnischen Nationalspieler unterstützt, vor allem in Phasen wenn es bei Lewandowski nicht rund läuft.

Eine echte Lösung hat man bis dato noch nicht gefunden. Einen zweiten Star-Angreifer, der zudem mit Lewandowski auf und neben dem Platz harmoniert, findet man scheinbar nicht. Der Pole ist unangefochtener Stammspieler und Leistungsträger in München, ein weiterer Mittelstürmer müsste sich zwangsläufig mit einer Rolle als „Edeljoker“ zufrieden geben. Junge Spieler schreckt solch eine Ausgangslage ab und ältere/erfahrene Profis die unter Umständen bereit wären sich mit solch einer Rolle anzufreunden helfen den Bayern qualitativ in der Regel nicht weiter.

Unabhängig von der Tatsache, dass man keinen idealen Sturmpartner für Lewandowski hat, gibt es derzeit scheinbar auch niemanden beim FCB, der Lewandowski im Angriff entlasten kann. Thomas Müller glänzt in der laufenden Saison bislang primär als Vorlagengeber (14 Assists), seine Torausbeute hingegen (1 Treffer in 14 Einsätzen) ist stark verbesserungswürdig. Auch Serge Gnabry (4 Liga-Treffer) Kingsley Coman (1 Bundesliga-Tor in der laufenden Saison) und Ivan Perisic (3 BL-Tore) kommen zusammen auf 8 Tore und liegen damit weit hinter Lewandowski zurück.

Es wird spannend zu sehen wie die Verantwortlichen in München auf die aktuelle „Torkrise“ von Lewandowski reagieren und ob man im Winter personell nochmals im Angriff nachlegen wird.