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Bayern-Ultras rechtfertigen Schmähplakate gegen Hopp

Schmähplakate gegen Dietmar Hopp
Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

Während des gestrigen Bundesliga-Spiels zwischen der TSG Hoffenheim und dem FC Bayern sorgten mehrere FCB-Ultras für einen handfesten Eklat. Mittlerweile haben sich diese zu Wort gemeldet und die Schmähplakate gegen TSG-Mäzen in einem Statement verteidigt.

Wenige Stunden nach den unschönen Szenen aus dem Hoffenheimer Stadion haben sich die Bayern-Ultras im Rahmen eines Statements auf der Plattform „suedkurve-muenchen.org“ zu den Transparenten und Schmähplakaten gegen Dietmar Hopp geäußert. Die Ultras zeigten dabei keinerlei Einsicht, vielmehr gaben diese Hopp sogar eine Mitschuld für die überzogene Aktion.

„Es gab für uns keine Alternative“

Die Online-Plattform, welche mittlerweile offline ist, ist ein Zusammenschluss mehrerer FCB-Fan-Klubs. Die Stellungnahme ist jedoch nach wie vor auf Facebook zu finden. Eigenen Aussagen zufolge richteten sich die Hass-Plakate nicht nur gegen den Dietmar Hopp, sondern auch gegen den Deutschen Fussball-Bund. Hintergrund davon ist die vor kurzem verhängten Fan-Sperre gegen die Ultras von Borussia Dortmund: „Dies führte über mehrere Eskalationsstufen dazu, dass das DFB-Sportgericht den Fans des BVB für zwei Spiele den Besuch der Auswärtsbegegnung bei Hoffenheim verbat. Damit hat der DFB sein Wort, zukünftig von Kollektivstrafen abzusehen, gebrochen.“

Die eingesetzten Transparente und Plakate waren laut den Ultras „alternativlos“: „Man muss den Wortlaut nicht gutheißen, aber es gab für uns hierzu keine Alternative, da nur so das Thema die nötige Aufmerksamkeit erhält.“

Zudem gaben die FCB-Ultras Dietmar Hopp eine Mitschuld für die Eskalationen: „Herr Hopp hat unter anderem durch das Verwenden von Störgeräuschen, die bei einigen BVB-Anhängern Schmerzen hervorrufen, die Spirale selbst erheblich weitergedreht und einen Privatkrieg mit verschiedenen Fanszenen angezettelt.“

Die Maßnahmen des DFB gegen solche Plakate halten die Ultras für überzogen: „Will man zukünftig immer, wenn solche Beleidigungen auf der Zuschauertribüne geäußert werden, Fußballspiele ab- oder unterbrechen, wird man keine Partie mehr über 90 Minuten spielen können. Die Unterbrechung heute war einfach nur überzogen und absurd.“