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Salihamidzic kündigt neue Transfer-Strategie an: „Wir können nicht jedes Jahr fertige Spieler kaufen“

Hasan Salihamidzic
Foto: Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images

Bahnt sich ein Richtungswechsel in Sachen Transfers beim FC Bayern an? Sportdirektor Hasan Salihamidzic äußerte sich im Interview mit der „tz“ über die zukünftige Transfer-Strategie der Münchner an und betonte dabei, dass man nicht gewillt ist jedes Jahrs auf neue „fertige Spieler“ für viel Geld einzukaufen.

Der FC Bayern wurde in den vergangenen Monaten mit zahlreichen Nachwuchstalenten in Verbindung gebracht. Vor allem englische Jungprofis scheinen beim deutschen Rekordmeister hoch im Kurs zu stehen. Diese Gerüchte sind kein Zufall, denn die Münchner möchten laut Sportdirektor Hasan Salihamidzic in Zukunft stärker in vielversprechende Talente investieren und diese selbst zu Stars entwickeln.

Davies und Zirkzee als Blaupause für die Zukunft

Gegenüber der „tz“ kündigte Salihamidzic an, dass die Bayern nicht bereit sind jedes Jahr hohe zweistellige ggf. dreistellige Ablösesummen für neue Spieler auszugeben. Zudem betonte der 43-jährige, dass Flick genau der richtige Trainer sei, um Nachwuchstalente zu entwickeln: „Hansi unterstützt unser System. Er weiß, dass wir wirtschaftlich nicht in der Lage sein werden, und es auch nicht wollen, jedes Jahr sehr viel Geld für fertige Spieler auszugeben.“

Laut Salihamidzic haben die Bayern in der jüngeren Vergangenheit bereits erste Erfolge bei der Entwicklung eigener Talente vorzuweisen: „Wir müssen immer auch Talent mit Qualität ausbilden, um unsere Mannschaft zu verstärken und zu entwickeln. Das ist uns jetzt bei Alphonso Davies gelungen, auch Joshua Zirkzee positioniert sich bei den Profis gut.“

Auch Oliver Kahn deutete zu Beginn des Jahres bei seinem Amtsantritt bei den Bayern an, dass man mehr Fokus auf die Ausbildung und Entwicklung junger Spieler legen möchte: „Die Talentausbildung ist ein absolutes Topthema, nicht nur für den FC Bayern, sondern für den deutschen Fußball überhaupt. Wir wollen und müssen wieder Spieler aus dem eigenen Haus zu den Profis bringen.“