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Medien: FC Bayern diskutiert Spielabsagen wegen Corona

Allianz Arena
Foto: Christian Kaspar-Bartke/Bongarts/Getty Images

Im Rahmen der aktuellen Maßnahmen zum Umgang mit der Corona-Epidemie wurden beim FC Bayern wohl auch Spielabsagen intensiv diskutiert. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, gab es am Dienstag ein Krisen-Meeting an der Säbener Straße wo unterschiedliche Szenarien besprochen wurden.



Am 18. März empfängt der FC Bayern den FC Chelsea zum Achtelfinal-Rückspiel in der UEFA Champions League. Wie seit gestern bekannt ist, findet das Spiel ohne Zuschauer statt. Grund dafür ist die zunehmende Ausbreitung des Corona-Virus in Deutschland und die Anordnung seitens der bayerischen Landesregierung Großveranstaltungen bis Ostern abzusagen bzw. diese unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchzuführen.

Laut der „Süddeutschen Zeitung“ gab es Bayern-intern sogar Überlegungen das CL-Spiel komplett abzusagen.

Kurios: Bayern müssen ganz genau nachzählen

Die Anordnung der bayerischen Staatsregierung sieht vor, dass Veranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern bis einschließlich 19. April untersagt sind. Laut Ministerpräsident Markus Söder sind allerdings auch Veranstaltungen mit 500 bis 1000 Besuchern kritisch zu prüfen und müssen unter Umständen ebenfalls abgesagt werden.

Vor diesem Hintergrund haben die Bayern scheinbar ganz genau nachgerechnet, wie viele Personen beim CL-Spiel gegen Chelsea in der Allianz Arena anwesend sind. Neben den Spielern beider Mannschaften sind auch das Schiedsrichter-Team, Trainer- und Betreuerstäbe, Funktionäre, Medienvertreter und Security-Leute vor Ort. Somit besteht durchaus die Gefahr, dass der Schwellenwert von 500 Menschen überschritten wird.

Letztendlich haben die Bayern beschlossen, dass nur „Personen, die einen Arbeitsauftrag für die Durchführung des Spiels haben“ ins Stadion gelassen werden. Damit bleibt man wohl unter dem Grenzwert.

Diese pikante Fragestellung/Rechnung war wohl mit ein Grund, warum die Münchner erst so spät die Durchführung des CL-Spiels am Dienstagabend offiziell bekannt gaben.