Bundesliga

RB Leipzig schlägt Alarm: „Bis Mai können wir noch die Gehälter zahlen“

Oliver Mintzlaff
Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images

Die Corona-Krise ist sowohl für die großen als auch für die kleinen Klubs ein echter Stresstest. Selbst die vermeintlich finanzstarken Leipziger sehen durch die aktuelle Spielpause einen Existenzkampf auf sich zukommen. Geschäftsführer Oliver Mintzlaff betonte am Mittwoch, dass bis Mai die Gehälter noch gezahlt werden können, ab dann könnte es jedoch eng werden.



In den vergangenen Tagen gab es zahlreiche Diskussionen und Spekulationen wie groß die finanziellen Einbußen durch die aktuelle Corona-Krise ausfallen werden in der Fussball Bundesliga. RB Leipzig bereitet sich auf eine längere „Durststrecke“ vor und hat bereits entsprechende Maßnahmen eingeleitet.

Geschäftsführer Oliver Mintzlaff betonte in einer Telefon-Konferenz am Mittwoch zudem, dass RB, anders als viele vielleicht denken, nicht in der Lage „finanzielle Löcher“ problemlos zu „stopfen“.

„Ziel ist es, dass keiner unserer 400 Mitarbeiter den Job verliert“

Mintzlaff hofft auf eine schnelle Fortführung des Spielbetriebs, vor allem aus wirtschaftlicher Sicht: „Wir können nicht ewig den Spielbetrieb abbrechen, keine Einnahmen generieren und hohe Ausgaben haben. Das ist einfache Mathematik, und die geht bei RB Leipzig genauso wenig auf wie bei den anderen Vereinen.“

RB sei keine Ausnahme unterstrich Mintzlaff: „Jeder, der immer noch glaubt, dass Red Bull jedes Loch stopfen kann, der hat unseren Weg nicht verstanden. Auch wir kommen irgendwann in eine Situation, dass wir das wirtschaftlich nicht auffangen können.“

Eigenen Aussagen zufolge haben man in den vergangenen Tagen Maßnahmen initiiert, die „drastische Einsparungen, Kürzungen und Streichungen von Investitionen und Kampagnen“ beinhalteten. Konkrete Beispiele nannte der kaufmännische Geschäftsführer dieser jedoch nicht.

Das oberste Ziel sei es, dass niemand der über 400 Mitarbeiter „seinen Arbeitsplatz verliert“. Sollte es jedoch zu einer längeren Bundesliga-Pause kommen, kann Mintzlaff dies nicht mehr garantieren. In diesem, nächsten und übernächsten Monat könne man noch „die Gehälter pünktlich überweisen“.

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Vjeko Keskic

Vjeko Keskic

Gründer
Vjeko hat das Projekt "FCBinside" im Sommer 2019 gegründet. Während er in seiner Kindheit/Jugend noch als aktiver Kicker unterwegs war, schreibt er mittlerweile seit mehr als 15 Jahren regelmäßig über die schönste Nebensache der Welt. Auf dem Online-Portal "SPOX" wurden 2008 die ersten Blogbeiträge veröffentlicht, schon damals lag ein gewisser Fokus auf seiner großen Leidenschaft – dem FC Bayern.