Fussball News

Werder-Boss Baumann glaubt nicht an den UEFA-Plan: „Ich bin eher skeptisch“

Frank Baumann
Foto: Thomas Lohnes/Getty Images

In den kommenden Tagen findet zwei wichtige Corona-Krisengipfel statt. Während am Dienstag die DFL-Mitgliederversammlung ansteht, berät sich die UEFA am Mittwoch mit den nationalen Verbänden. Werder-Geschäftsführer Frank Baumann zeigt sich vor den beiden Terminen skeptisch. Der 44-jährige hat vor allem Zweifel an den Plänen der UEFA, die Saison über den 30. Juni hinaus zu Ende zu spielen.

Trotz zahlreicher Maßnahmen in den vergangenen Tagen und Wochen verbreitet sich die Coronavirus-Pandemie in Europa nach wie vor. Zahlreiche Ligen haben ihren Spielbetrieb bereits bis Ende April ausgesetzt, auch die Fussball Bundesliga wird dies morgen aller Voraussicht nach beschließen.

Die wenigsten Experten rechnen noch ernsthaft damit, dass man die reguläre Spielzeit, wie von der UEFA gewünscht, bis zum 30. Juni zu Ende bringen kann. Werder-Boss Frank Baumann äußerte sich über mögliche Notfallpläne die Spielzeit über dieses Datum hinaus zu Ende zu bringen. Für den 44-jährigen macht dies jedoch wenig Sinn.

„Es geht nicht nur um Spieler-Verträge“

Im Gespräch mit der „BILD Zeitung“ betonte Baumann, dass eine Fortsetzung des Liga-Betriebs über den 30. Juni nur noch mehr Probleme mit sich bringt, vor allem für die Saison 2020/21: „Es geht ja nicht nur um Spieler-Verträge. Es geht auch um Ausrüster, Sponsoren und Termine für die neue Saison. Wir hätten eine sehr kurze Transferperiode. Was ist mit Planungssicherheit, ausreichender Vorbereitungszeit, Fragen der Lizenzierung und, und, und“.

Baumann plädiert im Zweifel eher dazu die aktuelle Saison vorzeitig abzubrechen, bevor man sich auch die neue versaut: „Es bringt nichts, eine weitere Saison nicht vernünftig spielen zu können“.

Der ehemalige Profi hat zudem eine klare Meinung zu den Notfallplänen der UEFA, die Gerüchten zufolge auch über den 30. Juni hinausgehen: „Nach meinem Kenntnisstand ist eine mögliche Verlängerung der Saison über den 30. Juni hinaus in der Prüfung. Ich bin eher skeptisch, dass dies umsetzbar ist“.