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So managt der FC Bayern die Corona-Krise

Rummenigge und Kahn
Foto: imago images

Die Corona-Krise ist auch beim FC Bayern derzeit das alles bestimmende Thema. Neu-Vorstand Oliver Kahn hat im Interview mit der „Sport BILD“ erste Einblicke gewährt, wie die Münchner die aktuelle Lage derzeit managen.



Normalerweise trifft sich der FCB-Vorstand einmal wöchentlich, in der Regel montags, zum sog. „Jour fixe“ um aktuelle Themen zu diskutieren und zu entscheiden. In Zeiten der Corona-Krise erfolgt der Austausch unter den Bossen täglich.

Die Bayern haben eine „Corona-Task-Force“ gegründet, die von Neu-Vorstand Oliver Kahn geleitet wird. Dieser hat im Gespräch mit der „Sport BILD“ näher erläutert, welche Aufgaben diese Task-Force derzeit beschäftigt.

„Das Schiff muss auf Kurs bleiben“

Laut dem 50-jährigen tauscht sich die Bayern-Führungsriege jeden Tag im Rahmen einer Videokonferenz über die aktuellen Entwicklungen und die nächsten Schritte aus. Kahn und seine Vorstandskollegen legen dabei eigenen Aussagen zufolge selbst Hand an: „Krisenzeiten erfordern spezielle Maßnahmen. Da kann ich es mir nicht auf dem Sonnendeck gemütlich machen, sondern muss im Maschinenraum mithelfen, dass das Schiff auf Kurs bleibt“.

Kahn betonte aber zugleich, dass weder er noch Klub-Chef Karl-Heinz Rummenigge allein die Entscheidungen treffen: „Alles geschieht in enger Abstimmung mit dem gesamten Vorstand, unseren Führungskräften und den Mitarbeitern des FC Bayern“.

Der FC Bayern hat demnach ein klares Ziel vor Augen, auch in der Krise: „Seit dem Ausbruch der Krise geht es in erster Linie darum, die Vorgaben von Politik, Behörden und Gesundheitsexperten einzuhalten und die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen auf den Klub zu minimieren“.

Kahn sieht in der Corona-Krise jedoch nicht nur Gefahren für den FC Bayern bzw. die Fussball Bundesliga, sondern auch Chancen: „Krisen haben die Eigenschaft, Schwächen und Anfälligkeiten eines Systems offenzulegen und bieten dadurch auch die Chance, gestärkt aus ihr hervorzugehen und widerstandsfähiger gegen solche Schocks zu werden“.