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Werner oder Sane: Wer passt besser zum FC Bayern?

Leroy Sane und Timo Werner
Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Noch vor wenigen Monaten schien es klar zu sein, dass Leroy Sane kommenden Sommer zum FC Bayern wechseln wird. Die schwere Verletzung des deutschen Nationalspielers hat die Situation jedoch deutlich verändert. Zudem macht die Corona-Krise die Lage auf dem Transfermarkt nicht einfacher. Berichten zufolge beschäftigen sich die Münchner wieder intensiver mit Timo Werner als Sane-Alternative. Doch welcher Spieler passt besser zum FC Bayern?



Die Fronten schienen klar zu sein: Timo Werner wird nicht nach München wechseln, weil er laut Aussage von Sportdirektor Hasan Salihamidzic nicht in das Anforderungsprofil des FC Bayern passen würde, was auch an der Spielweise Werners liege. Ohnehin steht im Kader des FCB mit Robert Lewandowski ein Stürmer zur Verfügung, der gesetzt ist. Werner müsste daher auf die Flügel ausweichen und wäre im Sturmzentrum nur als Back-Up eingesetzt worden. Bereits unter Ex-Trainer Niko Kovac war Timo Werner ein Thema gewesen. Damals soll sich Kovac allerdings gegen eine Werner-Verpflichtung ausgesprochen und auch Salihamidzic sieht in Sane die bessere Option für die Münchner.

Aktuellen Medienberichten zufolge scheint die Tendenz zu Sane jedoch nicht mehr allzu großen Bestand zu haben. Laut dem „kicker“ spielt Werner, auch wegen Hansi Flick, erneut eine größere Rolle in den Gedankenspielen der Bayern.

Die Statistik spricht eher für Sane

Unabhängig von der Frage welcher Spieler sich besser ins (taktische) System einfügen würde oder wer charakterlicher mehr zum FC Bayern passt, gibt es auch Statistiken, die man durchaus beachten kann und sollte wenn es um Sane und Werner geht.

Schaut man sich die reinen Zahlen von „Opta Sports“ an, spricht derzeit auf den ersten Blick vieles für Werner. Der RB-Profi hat seit der Saison 2016/17 in 150 Pflichtspielen 88 Tore erzielt und ist damit deutlich torgefährlicher als Sane, der in 134 Partien auf lediglich 39 Treffer kommt. Auch in Sachen Flanken hat Werner die Nase vorne: der 24-jährige flankt zwar nicht so häufig wie Sane, dafür liegt er in Sachen Genauigkeit mit 17 Prozent vor Sane, der auf 12 Prozent kommt. Dafür legt Sane im Schnitt 2,1 Schüsse pro Spiel auf, Werner hingegen nur 1,3.

Es gibt jedoch auch Bereiche, in denen Sane Werner übertrumpfen kann. Der ManCity-Profi kommt, seit 2016/17, auf 42 Torvorlagen, Werner hingegen „nur“ auf 33. Auch die Zweikampfquote von 47 Prozent spricht ebenfalls für den England-Legionär (Werners liegt bei 41 Prozent).

Auch in puncto Passgenauigkeit, die bei einer ballbesitzorientierten Mannschaft wie den Bayern elementar wichtig ist, hat Sane bessere Werte. Er kommt auf 85 Prozent, Werner auf 76 Prozent. Zudem ist Sane der klassische Flügelspieler, was den Bayern entgegenkommen würde. Mit 52,6 Metern nutzt nur der BVB (53,3 Meter) in der Bundesliga die Breite des Spielfelds noch mehr als die Münchner. Werner hingegen zieht es oftmals in die Mitte, wo er jedoch auf Lewandowski und Müller treffen würde.

Schaut man sich die einzelnen statistischen Werte an, spricht derzeit mehr für Sane als für Werner. Der City-Profi agiert mehr als Vorbereiter und echter Flügelstürmer. Werner hingegen sucht deutlich öfter den eigenen Abschluss und fühlt sich in der Mitte wohler als auf den Flügeln