Bundesliga

Bayern, BVB & Co: Bundesliga-Marktwerte rutschen wegen Corona in den Keller

Foto: Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images

Die finanziellen Einbußen für die Bundesliga-Klubs durch die anhaltende Corona-Krise werden von Tag zu Tag größer. Auch in Sachen Spieler-Marktwerte gab es nun einen herben Rückschlag. Das renommierte Portal transfermarkt.de hat im Zuge der Corona-Pandemie die Marktwerte der Bundesliga-Profis angepasst. Vor allem der FC Bayern und Borussia Dortmund müssen große Verluste hinnehmen.

Wie die „BILD Zeitung“ berichtet, wurden die Spieler-Marktwerte von der Bundesliga bis in die Regionalligen um knapp 980 Mio. Euro reduziert. Demnach wurden alle Profis aufgrund der aktuellen Corona-Krise zwischen 10-20 Prozent abgewertet.

Der FC Bayern ist der größte Marktwert-Verlierer in der Bundesliga

transfermarkt.de-Geschäftsführer Matthias Seidel äußerte sich gegenüber der „BILD Zeitung“ wie folgt zu der aktuellen Lage und wie sich diese auf die Marktwerte auswirkt: „Die Corona-Krise hat schon jetzt weitreichende finanzielle Folgen für die Vereine. Das wird sich auch bei den künftigen Transfersummen zeigen, die einen großen Einfluss auf unsere Marktwerte haben. Da aktuell keiner weiß, wann wieder eine Transferphase stattfindet, ist eine jetzige Reaktion aus unserer Sicht nötig“.

Das Portal hat bei seinem neuesten Update eine klare Linie verfolgt. Spieler die vor 1988 geborden wurde, d.h. 32 Jahre oder älter sind wurden um -20 Prozent bewertet. Spieler die jünger als 32 sind erhalten eine Abwertung von -10 Prozent.

Vor allem der FC Bayern wird von diesem Update besonders hart getroffen. Der Kader-Marktwert sinkt von 936 Mio auf 756 Mio Euro. Das ist ein sattes Minus von -179,7 Mio bzw. -19,2. Grund dafür: Die 10 wertvollsten Spieler des Rekordmeisters sind alle 32 Jahre sind alle vor 1988 geboren.

Auch beim BVB gibt es beachtliche Verluste: der Kader wurde von 691 Mio auf 586 Mio abgwertet, ein Minus von 105,4 Mio bzw. 15,24 Prozent. Das ist jedoch die prozentuell niedrigste Abwertung aller Bundesligisten. Mit Achraf Hakimi (21), Jadon Sancho (20) und Erling Haaland (19) verfügen die Schwarz-Gelben über drei Top-Stars, die noch sehr jung sind.

Die Bayern und der BVB kommen zusammen auf 285 Mio. Verluste und machen damit knapp 30 Prozent der Gesamtsumme im deutschen Fussball aus.

Aber auch die anderen Bundesligisten hat es deutlich getroffen: Gladbach (-20%), Leverkusen (-16,21 %), Schalke (-16,66 %) und RB Leipzig (17,1 %).