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Demichelis: „Ich liebe es Teil der Bayern-Familie zu sein“

Martin Demichelis
Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Martin Demichelis ist seit dem vergangenen Sommer Trainer der U19 des FC Bayern München. Der Argentinier verriet in einem Interview mit „Sport1“, wie er seine Verbindung zum FC Bayern sieht, welcher Bayern-Trainer ihn geprägt hat und wie er zum Job gekommen ist.

Im Jahre 2003 wechselte der Argentinier von River Plate zum deutschen Rekordmeister. Beim FC Bayern verweilte er acht Jahre und absolvierte insgesamt 259 Spiele für den Verein. Als Innenverteidiger war er für 15 Tore und elf Vorlagen verantwortlich. 2011 wechselte er für drei Millionen Euro zum FC Malaga, wo er, nach Stationen bei Atletico, Manchester City und Espanyol Barcelona, schließlich seine Karriere als Spieler beendete. Seit 2019 ist er wieder für den FCB zuständig.

Demichelis – „Es ist mein Ziel Profitrainer zu werden“

Demichelis genoss einen guten Ruf bei den Bayern-Verantwortlichen und tauschte sich oftmals mit ihnen über Fußball aus. „Vielleicht waren sie nach all den Gesprächen überzeugt, dass ich für den Trainerjob geeignet bin.“ Im Frühsommer erhielt der WM-Finalist von 2014 einen Anruf von Hasan Salihamidzic, der ihnen das Jobangebot stellte. „Ich habe sofort „Ja“ gesagt. Ich musste darüber auch nicht mehr nachdenken, denn ich liebe dieses Mia san Mia. Ich liebe es, Teil der Bayern-Familie zu sein.“

Mit seinen Jungs steht er auf Platz eins der A-Junioren Bundesliga Süd/Südwest. Doch der ehemalige Innenverteidiger sieht sich nicht dauerhaft als Trainer im Juniorenbereich. „Ich bin ein Teamplayer und ich bin bei der U19, um zu lernen und meine Erfahrungen zu machen. Ich habe noch Zeit, um mich zu entwickeln, aber es ist mein Zeil, eines Tages Profitrainer zu sein. Jetzt will ich schnell lernen, um dann irgendwann bereit zu sein.“

Als ehemaliger Spieler besitzt er die Chance sich von damaligen Trainern inspirieren zu lassen. Manuel Pellegrini stand für „Dominanz. Seine Philosophie war der von Guardiola ähnlich.“
Felix Magath behält er als „harter Trainer“ in Erinnerung. „Ohne Disziplin gibt es kein Erfolg.“ Louis van Gaal lehrte Demichelis in Sachen Passspiel und Kontrolle. „In den anderthalb Jahren, in denen ich mit ihm zusammengearbeitet habe, gab es nicht eine Übung ohne Ball. Ich liebe diese Philosophie.“

Das größte Loblied sang Demichelis aber über Hitzfeld. „Ottmar hatte eine großartige Mannschaftsführung, er verlor nie die Ruhe. Er hat auf jeden Fall eine super Persönlichkeit. Ich liebe ihn.“