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„Der DFB hat sich zu einer Marketingmaschine entwickelt“ – Rummenigge erneut seine Kritik

Karl-Heinz Rummenigge
Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Bayern-Klubchef Karl-Heinz Rummenigge hat sich in den vergangenen Tagen einen „öffentlichen Schlagabtausch“ mit DFB-Präsident Fritz Keller geliefert. Während es zuletzt so aussah, als hätten sich Keller und Rummenigge ausgesprochen, hat der 64-jährige seine Kritik am DFB nun nochmals erneut.

Karl-Heinz Rummenigge hat nach den Äußerungen von DFB-Präsident Fritz Keller zur angeblichen „Großkotzigkeit“ im deutschen Profifußball kein Blatt vor den Mund genommen und den Deutschen Fußball-Bund scharf kritisiert.

Im Gespräch mit dem „SPIEGEL“ hat Rummenigge nochmals nachgelegt und das obwohl es unter der Woche eine vermeintliche Aussprache mit Keller gab.

„Das ist kalter Kaffee“

Rummenigge bestätigte dem „SPIEGEL“, dass es am Dienstag ein Gespräch zwischen ihm und Fritz Keller gab, ohne dabei auf die konkreten Inhalte einzugehen: „Herr Keller hat mich am Dienstagmorgen angerufen, wir haben vereinbart, dass wir uns zeitnah treffen“.

Eine wirkliche Aussprache gab es scheinbar nicht, denn der Bayern-CEO hat seine Kritik am DFB erneuert: „Im Übrigen würde ich dem DFB empfehlen, erst mal vor der eigenen Tür zu kehren. Ich nenne hier das Beispiel „Die Mannschaft“ und die öffentliche Kritik, die darauf folgte. Der DFB hat sich insbesondere in den vergangenen Jahren zu einer Marketingmaschine entwickelt“.

Auch die Keller-Idee, die Spielergehälter offen zu legen, findet Rummenigge alles andere als gut: „Das ist kalter Kaffee. Damit würden wir doch nur eine Neiddebatte anstoßen. Es ist bekannt, dass die Spieler sehr viel Geld verdienen. Aber wenn wir das auf Heller und Pfennig veröffentlichen würden, dann hätten wir in den Mannschaftskabinen der Bundesliga und in der Öffentlichkeit eine schräge Diskussion. Wem täten wir damit einen Gefallen?“.