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Salihamidzic über Sommer-Transfers: „Wir müssen kreativer denken“

Hasan Salihamidzic
Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Der FC Bayern untermauert auch in diesem Jahr eindrucksvoll die Vormachtstellung im deutschen Fußball. Mit sieben Punkten vor Borussia Dortmund führt man die Bundesliga an, im DFB Pokal steht man im Halbfinale und in der Champions League steht man mit einem Bein im Viertelfinale. Das Naturell des Rekordmeisters ist immer nach dem höchsten zu streben, weshalb die Kaderplanung für die neue Saison schon auf Hochtouren läuft. Salihamidzic kündigt „kreative Transfers“ an.

Ohne Corona-Pandemie wären aller Voraussicht nach Rekorde auf dem Transfermarkt gebrochen worden. Die Preise für Topstars steigen immer weiter an, Gehälter und Beraterhonorare steigen ebenso. Der Fußball muss zurück zu seinen Wurzeln, Corona kann zur Chance werden. Transfers in dreistelliger Millionensumme wird es die nächsten Transferperioden nicht geben, „kreative Transfers“ sind gefordert.

„Anteilnahme, Solidarität und Unterstützung hatte beim FC Bayern schon immer Kultur“

Im Interview mit dem Mitgliedermagazin „51“ spricht der künftige Sportvorstand Hasan Salihamidzic über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auch hinsichtlich des Transfermarktes.

Der ehemalige Spieler ist sich bewusst, dass Corona den Markt verändert. „Niemand braucht eine Glaskugel, um vorauszusagen, dass unsere Gesellschaft und damit alle Vereine kurz- wie mittelfristig vor großen Prüfungen stehen. Kaderplanung ist immer anspruchsvoll, ungeachtet von Corona. Wir müssen noch kreativer denken.“ Der Rekordmeister plant dem Vernehmen nach die Verpflichtung von Leroy Sane. Doch aufgrund Corona, kann der zweite Superstar 2020 – womöglich Kai Havertz – nicht nach München kommen.

Im letzten Sommer zahlte Bayern 80 Millionen Euro für Lucas Hernandez. Der Franzose ist somit der mit Abstand teuerste Transfer in der Geschichte des FC Bayern. Im Vergleich zu anderen europäischen Schwergewichten hält man sich in München mit absurd teuren Transfers zurück. „Vor Corona hatte der Markt absurde Züge angenommen. Ich kann allerdings nur für den FC Bayern sprechen und sagen, dass wir auch in dieser erhitzten Phase immer vernünftig gewirtschaftet haben. Das werden wir in Zukunft weiter so handhaben.“

In Zeiten von steigernder Arbeitslosigkeit und wirtschaftlichen Problemen wird deutlich, wie wichtig Unterstützung untereinander in der Gesellschaft – aber auch im Fußball – ist. Salihamidzic will an den Werten des FC Bayern auch in Zukunft festhalten. „Im Erfolg auch diejenigen nicht aus den Augen zu verlieren, denen es nicht so gut geht, hatte beim FC Bayern schon immer eine Kultur. Anteilnahme, Solidarität, Unterstützung – auch für die europäische Idee, das werden wir in dieser schwierigen Zeit weiter zu leben versuchen. Corona wird uns alle fordern wie nichts vorher. Aber wir als FC Bayern stellen uns dieser Aufgabe.“