Bundesliga

BL-Finanzkennzahlen: FC Bayern ist Gewinn-Meister, der BVB zahlt die meisten Beraterhonorare

Thomas Müller
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Die Deutsche Fußball-Liga hat am Donnerstag die Finanzkennzahlen für die Bundesliga Saison 2018/2019 veröffentlicht. Neben den Personalkosten der jeweiligen Klubs beinhalten diese auch Angaben über die Schulden und gezahlten Beraterhonorare je Verein.

Der FC Bayern ist nicht nur sportlich das Maß aller Dinger in der Bundesliga, sondern auch finanziell. Die DFL-Finanzkennzahlen aus der Saison 2018/19 belegen dies eindeutig. Mit 53,13 Mio. Euro haben die Münchner (mit Abstand) den größten Gewinn in der vergangenen Saison erzielt (Zum Vergleich: Frankfurt liegt mit 36,8 Mio. Euro auf Rag 2). Auch in Sachen Eigenkapital ist der FCB mit 497,34 Mio. Euro die unangefochtene Nr. 1 in der Bundesliga. Den sportlichen Erfolg lassen sich die Bayern aber auch etwas kosten: Mit 356 Mio. Euro hat der Rekordmeister die meisten Personalaufwand der Liga.

Freiburg hat am wenigsten Schulden, der BVB zahlt die meisten Beraterhonorare

In Sachen Schulden hat sich der VfL Wolfsburg die Spitzenposition gesichert. Die Wölfe hatten im vergangenem Geschäftsjahr Verbindlichkeiten in Höhe von rd. 208 Mio. Euro und damit noch mehr als der FC Schalke 04 (rd. 198 Mio. Euro). Der SC Freiburg hingegen hat gerade einmal 8,9 Mio. Euro Schulden, so wenig wie kein anderer Verein im deutschen Oberhaus.

Interessant ist: Mit 44,5 Mio. Euro hat Borussia Dortmund in der vergangenen Saison die meisten Prämien an Spielerberater gezahlt. Grund dafür: Die Schwarz-Geben haben insgesamt elf Transfers in Millionen-Höhe getätigt und selbst bei Verkäufen, wie z.B. Christian Pulisic für 64 Mio. Euro zum FC Chelsea, zahlte der BVB Berater-Honorare.

Ein Indiz dafür, dass wirtschaftlicher Erfolg sehr eng mit dem sportlichen Erfolg verknüpft ist liefert Paderborn. Die Ostwestfalen haben die geringsten Personal- und Beraterkosten der Liga, steigen dafür nach dem sensationellen Aufstieg direkt wieder ab.

Insgesamt betrachtet kann sich die Bundesliga Bilanz durchaus sehen lassen: 14 von 18 Bundesligisten der aktuellen Saison haben 2018/19 einen Gewinn erwirtschaftet.