Bundesliga

So reagiert die Bundesliga auf den Saisonstart vor leeren Rängen

Allianz Arena
Foto: imago images

Die Fußball Bundesliga wird mindestens bis Ende Oktober ohne Zuschauer auskommen müssen. Wie es danach weitergeht ist offen. Auch wenn die Klubs enttäuscht sind über die Entscheidung der Politik, zeigen die Verantwortlichen Verständnis dafür.

Die Deutsche Fußball-Liga und die Bundesliga Klubs haben in den vergangenen Wochen mit Hochdruck an einer Fan-Rückkehr zum Saisonstart gearbeitet – ohne Erfolg. Die Zuschauerränge in den Stadien bleiben mindestens bis Ende Oktober leer, dies hat der gestrige Corona-Gipfel zwischen Bund und Ländern ergeben.

Dennoch gibt es einen Hoffnungsschimmer für die Liga: Für bundesweite Sportveranstaltungen soll eine Arbeitsgruppe bis zum 31. Oktober einen Vorschlag für die Bundesliga und 2. Liga erarbeiten.

„Ein positiv zu wertendes Zeichen der Politik“

Die Reaktionen innerhalb der Bundesliga fielen unterschiedlich aus. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke betonte gegenüber der „BILD Zeitung“, dass die Beschlüsse der Politik durchaus positiv betrachtet werden können: „Meiner Meinung nach sind die Beschlüsse ein positiv zu wertendes Zeichen der Politik, dass man ab Anfang November wieder mit Zuschauern spielen will. Dass eine Arbeitsgruppe dazu eingerichtet wird, zeigt, dass man sich ernsthaft mit dieser Frage beschäftigen wird“.

Laut Martin Kind von Hannover 96 hat sich diese Entscheidung in den vergangenen Tagen bereits angekündigt: „Das war nach der jüngsten Entwicklung der Infektionszahlen in Deutschland zu erwarten. Es gehört zur Verantwortung, solche Entscheidungen zu treffen und für alle, sie zu respektieren“.

Kölns Geschäftsführer Alexander Wehrle zeigte sich enttäuscht, verwies jedoch darauf, dass die Klubs bereit sind für eine Fan-Rückkehr: „Ich hätte mir gewünscht, dass bereits zum Saisonstart Zuschauer zugelassen werden, weil die Konzepte dazu von den meisten Gesundheitsbehörden als tragfähig beurteilt wurden. Aber wir sind gut beraten, gemeinsam mit der Politik Schritt für Schritt vorzugehen und ich bin guter Hoffnung, dass wir ab November dann wieder Zuschauer in den Stadien haben“.