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Flick setzt auf Müller statt Havertz: Team-Hierarchie wichtiger als Star-Einkäufe

Thomas Müller und Hansi Flick
Foto: imago images

Der Transfer-Poker um Deutschlands Super-Talent Kai Havertz ist vorbei. Für eine Ablöse von 80 Millionen plus mögliche Bonus-Zahlungen wechselt der offensive Mittelfeldspieler zum FC Chelsea. Der FC Bayern hat sich dagegen bereits relativ früh aus dem Poker verabschiedet.

„Wir wollen immer die besten Deutschen Spieler haben“, pflegten die Bayern-Bosse gerne zu sagen. In diesem Sommer war das jedoch plötzlich anders. Nachdem erst Timo Werner zum FC Chelsea nach England wechselte, tat es ihm nun Kai Havertz gleich. Während man bei Werner der Meinung war, dass er nicht so recht ins Spielsystem passe, schien es bei Havertz am Geld zu scheitern. So verkündeten die Verantwortlichen früh, nach dem Sané-Transfer keine weitere Großinvestition zu planen. Laut Berichten der Sport Bild war dies jedoch nicht der Hauptgrund.

Kein Platz für Havertz? Hansi Flick will nicht auf Leitwolf Müller verzichten

Am bayerischen Urgestein ist schon der ein oder andere Top-Star gescheitert. An Thomas Müller kamen zuletzt weder James Rodriguez noch Philippe Coutinho vorbei. Ein Schicksal, das auch Havertz gedroht hätte, zumal dessen Parade-Position ebenfalls im zentralen offensiven Mittelfeld liegt. Laut Informationen der Sport Bild stellte Flick intern klar, keinen Stammplatz für Havertz zu haben. Zu wichtig ist Müllers Anführer-Rolle als verlängerter Arm des Trainers. Der ehrgeizige 31-Jährige spricht, dirigiert und ist der Anführer des Münchner Pressing-Fußballs. Damit hat er bei den Verantwortlichen ein Stein im Brett.

Neuer, Alaba, Müller und Lewandowski: Flick baut weiter auf Erfolgs-Quartett

Ein gut spielender und motivierter Müller ist unabdingbar für die Bayern-Hierarchie. Gemeinsam mit Abwehrchef Alaba, Kapitän Neuer und Stürmer-Star Lewandwoski soll er die junge Generation tragen. Dazu kommen Joshua Kimmich und Thiago, die ebenfalls dem Mannschaftsrat angehören. Flick tauscht sich regelmäßig mit seinen Führungsspieler aus, wodurch das gegenseitige Vertrauen zu 100 Prozent gegeben ist. Sie alle sind aktuell gefordert, Neuzugang Sané bestmöglich in die Mannschaft zu integrieren. Dieser benötigt eine funktionierende zentrale Achse, um seine Kreativität und Schnelligkeit auf dem Flügel ausspielen zu können. Eine klare Hierarchie, gegenseitiges Vertrauen und ein gut funktionierender Sané: Drei Dinge, die den Bayern aktuell wichtiger sind als teure Transfers.