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Bayerns Einzelbewertung zum Triumph im UEFA Supercup

FC Bayern
Foto: Bernadett Szabo - Pool/Getty Images

Der FC Bayern hat sich am Donnerstagabend mit dem UEFA Supercup seinen ersten Titel in der neuen Saison und den vierten insgesamt in diesem Jahr gesichert. Die Flick-Elf taten sich gegen den FC Sevilla jedoch deutlich schwerer als erwartet. Ein Grund dafür: Nicht alle FCB-Profis konnten gestern ihr Top-Niveau abrufen. Andere wiederum haben mit ihrer Leistung ein klares Statement gesetzt. Hier ist die Einzelbewertung zum Triumph im UEFA Supercup.

Manuel Neuer
Wie bereits im CL-Finale war Neuer zur Stelle als er gebraucht wurde. Viel zu tun hatte der Bayern-Torhüter nicht, dennoch bewahrte er sein Team in der 86. vor einer Niederlage, als er gegen den völlig freien En-Nesyri im 1:1-Duell die Nerven behielt. Auch in der Verlängerung war Neuer gegen En-Nesyri zur Stelle und lenkte dessen Schuss an den Pfosten – Note 1,5

Benjamin Pavard
Der Franzose war in der Defensive wie gewohnt solide. In der Offensive präsentierte sich der Rechtsverteidiger oftmals zu ineffizient. Pavard hatte viele Offensivaktion, seine Hereingaben war jedoch zu ungenau. Auch das Zusammenspiel mit Serge Gnabry wirkte nicht wirklich rund – Note 3

Niklas Süle
Durfte etwas überraschend für Jerome Boateng von Anfang an spielen und machte über 120 Minuten hinweg einen guten Eindruck. Kurz vor der Pause hatte Süle Glück, als er den Ball durch die Beine zu de Jong rutschen ließ. Der war jedoch zu überrascht und konnte den Patzer nicht ausnutzen – Note 3

David Alaba
Erwischte einen gebrauchten Tag: Verursachte sehr ungeschickt den Elfmeter an Rakitic und wirkte auch sonst nicht so souverän wie in den letzten Monaten. Im Spielaufbau fahrig und in den Zweikämpfen nicht so griffig. Zudem: Hätte mit seinem Querschläger in der 86. beinahe den zweiten Treffer der Spanier „eingeleitet“ – Note 4,5

Lucas Hernandez
Ähnlich wie Süle durfte auch der Rekordtransfer erneut von Anfang an spielen und machte seine Sache hinten links sehr gut. Hernandez wirkte in der Defensive robust und schaltete sich immer wieder mit nach vorne ein. Hatte zudem die besten Zweikampfwerte aller Bayern-Spieler – Note 2

Joshua Kimmich
Die neue Nr. 6 im Bayern-Mittelfeld war überall auf dem Platz zu finden. Kimmich organisierte viel, verteilte die Bälle und grätschte wenn es sein musste. Ähnlich wie Alaba konnte der „Mittelfeldmotor der Bayern“ nicht an seine Topform aus dem August rankommen, dennoch spielte Kimmich eine solide Partie – Note 2,5

Leon Goretzka
Warf sich in jeden Zweikampf und riss zahlreiche Kilometer ab. Versuchte gemeinsam mit Kimmich Struktur in das Spiel der Bayern reinzubringen. Besonders wichtig: Goretzka erzielte den verdienten 1:1-Ausgleich Mitte der ersten Hälfte und leitete damit die Aufholjagd der Flick-Elf ein – Note 2

Thomas Müller
Offizieller Man of the Match. War wie immer sehr aktiv und lautstark als Antreiber und Motivator auf dem Platz zu hören. Mit seinem Außenrist-Schlenzer auf Lewandowski war er am Ausgleich beteiligt. Aber: Müller spielte ungewöhnlich viele Fehlpässe und präsentierte sich vor dem Tor oftmals zu hektisch – Note 2

Serge Gnabry
Versuchte viel und rotierte immer wieder zwischen den beiden Außenseiten. Steigerte sich in der zweiten Hälfte, konnte dennoch nur selten sein Tempo und seine Abschlussstärke zeigen. Hatte nur eine gefährliche Torszene, zu wenig für einen Mann seiner Klasse – Note 3,5

Leroy Sane
Ähnlich wie Gnabry war zu spüren, dass Sane Lust hatte auf das Spiel, brauchte jedoch knapp 20 Minuten um anzukommen im Spiel. Kam regelmäßig zum Abschluss, das Quäntchen Glück fehlte jedoch. Bitter: sein Treffer zum 2:1 in der 63. wurde wegen einem vermeintlichen Lewandowski-Foul aberkannt. – Note 3

Robert Lewandowski
Hatte mit Jules Kounde einen persönlichen Bewacher, der ihm permanent auf den Füßen stand. Lewandowski stellte sich, mal wieder, in den Dienst der Mannschaft und war sich für keine Defensivaktion zu schade. Bereitete das wichtige 1:1 vor und sorgte immer wieder für Unruhe im Strafraum der Spanier. Sein Treffer kurz nach der Pause wurde wegen einer knappen Abseitsstellung (zu Recht) vom VAR aberkannt – Note 2

Corentin Tolisso
Kam in der 71. für Sane und brachte Ruhe in das Münchner Spiel. Blieb jedoch eher unauffällig – Note 3

Alphonso Davies
Kam in der 99. für Hernandez und brachte frischen Wind in das Spiel. Hatte keine nennenswerten Szenen – Note 3

Javi Martinez aka Mr. Supercup
Veni, vidi, vici: Martinez wurde in der 99. für Goretzka eingewechselt und sicherte den Bayern fünf Minuten später mit seinem Kopfballtreffer den Sieg. Damit avancierte der Baske, nach 2013, erneut zum Supercup-Helden der Bayern und das in seinem vermeintlich letzten Spiel für den Rekordmeister – Note 1

Jerome Boateng
Kam in der 112. Minute ins Spiel und half das Ergebnis über die Zeit zu bringen – Ohne Bewertung aufgrund der geringen Spielzeit