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Auf den Spuren von Arjen Robben: Kimmich wird zum BVB-Schreck

Robert Lewandowski und Joshua Kimmich
Foto: CHRISTOF STACHE/AFP via Getty Images

Der FC Bayern hat mit dem 3:2-Erfolg gegen Borussia Dortmund das „Quintuple“ perfekt gemacht. Matchwinner war wieder einmal Joshua Kimmich, der sich langsam aber sicher zum Dortmund-Schreck entwickelt. 

Spätestens seit dem Thiago-Abgang ist der 25-jährige Joshua Kimmich zum absoluten Mittelfeld-Chef bei den Bayern aufgestiegen. Mit seinem Passspiel, seiner defensiven Präsenz und seiner unglaublichen Sieger-Mentalität hat Kimmich alles, was ein Weltklasse Mittelfeld-Spieler braucht. Was ihm sogar von Ex-Partner Thiago absetzt, ist seine eigene Torgefahr, die insbesondere in wichtigen Spielen immer mehr zum Tragen kommt.

Das entscheidende Tor zum 3:2-Erfolg gegen Borussia Dortmund spiegelt all seine Qualitäten in einer Szene wieder. So antizipiert Kimmich eine Mittelfeld-Situation blitzschnell und schnappt Delaney den Ball weg. Nach zwei, drei Schritten schickt er erst Lewandowski mustergültig und bleibt in der Szene, sodass ihn der Pole erneut bedienen kann. Kimmich scheitert zwar erst an Torwart Hitz, mit seinem ganzen Willen schafft er es aber im Fallen, den Nachschuss irgendwie über die Linie zu bringen. Dabei zeigte sich der 25-Jährige sogar noch selbstkritisch. „Eigentlich habe ich den Ball zu früh abgespielt, aber Lewy spielt ihn gut zurück und mit etwas Glück ging er noch rein“, erklärt Kimmich. Worte, die zeigen, welch ein Perfektionist der 25-Jährige ist. Kimmich zögert zu keiner Zeit, mit sich und den Teamkollegen hart ins Gericht zu gehen.

Dortmund-Schreck Kimmich auf den Spuren von Arjen Robben

Immer mehr wird aber deutlich, dass die Bayern den „Typen“ und Torjäger Kimmich vor allem in Spitzenspielen brauchen. So war der Supercup gleich das zweite aufeinanderfolgende Duell mit Dortmund, dass der Nationalspieler fast im Alleingang entscheidet. Erst in der vergangenen Saison war es sein überragender Lupfer gegen Torwart Bürki, der den Münchnern die Meisterschaft sicherte. Die Dortmunder werden den Mittelfeld-Allrounder in den nächsten Duellen besonders in Fokus behalten. Schließlich wissen sie, was einzelne Spieler des Rekordmeisters so alles anrichten können. Der ehemalige Dortmund-Schreck Arjen Robben, der in 20 Aufeinandertreffen elf mal traf und das entscheidende Tor zum Champions League-Triumph 2013 erzielte, scheint einen legitimen Nachfolger gefunden zu haben. Dabei hat der Mittelfeld-Chef eigentlich ganz andere Aufgaben im Spiel der Münchner.