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Boateng über die Kritik an seiner Person: „Manches fand ich sehr respektlos“

Jerome Boateng
Foto: ANDREAS GEBERT/POOL/AFP via Getty Images

Jerome Boateng hat in der vergangenen Saison ein atemberaubendes Comeback beim FC Bayern hingelegt und sich von der „Persona non grata“ zum Stammspieler und Leistungsträger entwickelt. Der 32-jährige äußerte sich im Gespräch mit dem „kicker“ erstmals über sein Tief nach der WM 2018 und der massiven Kritik an seiner Person.

Uli Hoeneß legte Jerome Boateng im Mai 2019 öffentlich einen Abschied vom FC Bayern nahe und auch bei den Fans stand der Abwehrspieler zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich hoch im Kurs.

Knapp 1,5 Jahre später ist Boateng Stammspieler und Leistungsträger beim deutschen Rekordmeister und hat sein „Karrieretief“ überwunden. Im Interview mit dem „kicker“ hat sich der Abwehrspieler erstmals über diese schwere Zeit geäußert.

„Ich lebe im Hier und Jetzt und bin nicht nachtragend“

Der 32-jährige betonte gegenüber dem Fachblatt, dass die Kritik an seiner Person oftmals unter die Gürtellinie ging: „Ich habe mitbekommen, wer sich alles geäußert hat, ich sei fertig. Manches fand ich sehr respektlos. Fußballerisch kann man mich immer kritisieren, hier wurde es aber persönlich und extrem, das finde ich nicht gut. Nach der WM 2018 ging es darum, ob ich auf der Tribüne eine Sonnenbrille oder Ohrringe trage. Beim Titelgewinn 2014 habe ich die gleichen Sachen getragen, da hat es niemanden gejuckt“.

Eigenen Aussagen zufolge hat er mit dieser Zeit jedoch abgeschlossen: „Das ist Vergangenheit für mich. Ich lebe im Hier und Jetzt und bin nicht nachtragend. Ich fand es damals nicht in Ordnung, wichtig sind mir das Vertrauen meines Trainers und meiner Teamkameraden“.

Trotz der massiven Kritik von Fans, Medien und aus den eigenen Reihen hat Boateng niemals den Glauben an ein „Comeback“ verloren: „Es gab schwere Zeiten und die Frage nach dem Warum, Zweifel hatte ich aber keine. Ich habe immer an meine Stärke, meine fußballerischen Fähigkeiten und mein Talent geglaubt“.