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Costa zeigt sich verständnisvoll: „Ich hätte an Hoeneß’ Stelle dasselbe über mich gesagt“

Douglas Costa
Foto: imago images

Die Rückkehr von Douglas Costa beim FC Bayern hat in den vergangenen Tagen für viel Aufsehen in München gesorgt. Vor allem die Tatsache, dass Ex-Präsident Uli Hoeneß den Brasilianer bei seinem Abschied 2017 öffentlich attackiert hat, beschäftigt Fans, Medien und Costa selbst. Im Gespräch mit der „Sport BILD“ hat sich der 30-jährige Rechtsaußen erstmals ausführlich zu Hoeneß und dessen Kritik geäußert und zeigte dabei durchaus Verständnis für den 68-jährigen.

Douglas Costa ist nicht der erste Fußballprofi der als „Söldner“ bezeichnet wurde. Die wenigsten davon kehren jedoch zu diesem Verein zurück, den sie einst im Zoff verlassen haben. Bereits bei seiner offiziellen Vorstellung an der Säbener Straße betonte Costa, dass er „nicht in der Vergangenheit“ lebt und ihn die Hoeneß-Aussagen von 2017 über seine Person nicht mehr interessieren. Im Interview mit der „Sport BILD“ äußerte sich der Brasilianer ausführlicher zu dem Disput mit Hoeneß.

„Ich habe vor Uli Hoeneß tiefsten Respekt“

Anders als man vermuten würde, hegt Costa keinen Groll gegen Hoeneß: „Ich habe vor Uli Hoeneß tiefsten Respekt, er hatte einen großen Anteil an meinem ersten Wechsel nach München. Er hat mich aus der Ukraine zu einem Top-Verein geholt, dafür gesorgt, dass ich auf diese Bühne kam. Das werde ich ihm nie vergessen“.

Costa zeigt so sogar Verständnis für harschen Worte von Hoeneß in seine Richtung: „Ich weiß, dass Hoeneß wie ein Löwe für seinen FC Bayern kämpft. Die Reaktion von Uli Hoeneß nach meinem Weggang halte ich für nachvollziehbar: Der Verein hat einen Spieler verloren, der wichtig war. In Hoeneß’ Augen ging es mir beim Wechsel damals nur um Geld. Ich hätte an Hoeneß’ Stelle dasselbe über mich gesagt“.

Eigenen Aussagen zufolge möchte Costa die Angelegenheit ein für alle Mal persönlich mit Hoeneß klären: „Ich würde mich gerne mit Uli Hoeneß treffen. Mein Respekt vor ihm ist sehr groß, vielleicht klappt es ja, dass wir uns an der Säbener Straße oder bei ihm zu Hause zusammensetzen“.