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Alaba-Dilemma wecket Erinnerungen an Ballack und Pizarro

Michael Ballack und Claudio Pizarro
Foto: imago images

Sowohl auf sportlicher als auch auf wirtschaftlicher Ebene ist es der FC Bayern gewohnt, das Geschehen stets zu kontrollieren. Ernsthafte Liga-interne Konkurrenz ist dabei fast so selten wie ein selbst forcierter Abgang einer der Stars. Da passt es den Verantwortlichen konsequenterweise überhaupt nicht, dass David Alaba und sein Berater seit Monaten ein regelrechtes Katz- und Maus-Spiel zelebrieren. Dass die Bayern nicht mehr gewillt sind dieses mitzuspielen, machten sie nun mit dem Zurückziehen ihres Vertragsangebotes deutlich. Die aktuelle Situation erinnert stark an jene rund um die ehemaligen Bayern-Spieler Michael Ballack und Claudio Pizarro.

Nach monatelangen erfolglosen Verhandlungen haben die Bayern am Monatsende drastische Konsequenzen gezogen. So zogen die Münchner das Vertragsangebot für den 28-Jährigen kurzerhand zurück. Während sich Alaba überrascht zeigte und angab davon zuerst in den Medien gehört zu haben, erklärte Herbert Heiner, dass man der Alaba-Seite deutlich gemacht habe, bis Ende Oktober eine Entscheidung zu benötigen.

Zuvor hatten die Bayern ihr Angebot für den Österreicher mehrmals verbessert, jedoch stets eine Absage erhalten. Ein Spiel, dass nun ein schnelles Ende gefunden hat, zumal die Bayern Verträge zu ihren Bedingungen schließen möchten und nicht zu denen der Spieler. Dies haben die Münchner bereits in der Vergangenheit deutlich gemacht.

Macht es Alaba wie Ballack und Pizarro?

Alaba wäre nicht der erste FCB-Star, der die Münchner ablösefrei verlässt. Auch Michael Ballack verließ den Rekordmeister im Sommer 2006, nach Auslaufen seines Vertrags, in Richtung Chelsea. Kurios: Auch bei Ballack haben die Verantwortlichen damals öffentlich, im Rahmen der Jahreshauptversammlung, kundgetan, dass man dem Mittelfeldspieler kein neues Angebot unterbreiten wird. Auch Ballack „pokerte“ damals um sein Gehalt.

Nur ein Jahr später wiederholte sich das Szenario, diesmal traf es Stürmer Claudio Pizarro. Auch beim Peruaner wollten die Bayern-Bosse nicht auf dessen Forderungen eingehen und ließen den Angreifer ablösefrei in Richtung FC Chelsea ziehen.