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3,3 Tore pro Spiel: Bayern hat die gefährlichste Offensive in Europa

Thomas Müller und Robert Lewandowski
Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

Gegen Werder Bremen wird Hansi Flick zum 50. Mal auf der Trainerbank beim FC Bayern sitzen. Mit 2,78 Punkten pro Schnitt und fünf Titeln, kann er bis jetzt auf eine fast makellose Bilanz zurückblicken. Grund dafür ist vor allem die Offensive, die in den letzten Monaten Tore wie am Fließband produzierte. Der Rekordmeister hat seit der Übernahme von Flick den gefährlichsten Angriff in Europa.

Unter Niko Kovac agierten die Münchner noch häufig erschreckend harmlos. Sinnbildlich dafür standen die beiden Champions League-Partien gegen den FC Liverpool. Die Mutlosigkeit und Kreativität im Offensivspiel war wohl mit der Hauptgrund, warum sich die Bayern-Bosse vom Kroaten trennten, zumal dies nicht der Vereinsphilosophie entsprach.

Erst unter Hansi Flick erlangten die Münchner ihren Torhunger zurück und zeigten sich treffsicher wie zu besten Zeiten. Acht Tore gegen den FC Barcelona, acht Tore gegen Schalke 04 und sechs Tore gegen Salzburg deuten lediglich ansatzweise an wie gefährlich das Münchner Team zuletzt war. Gründe hierfür gibt es zuhauf. Einer davon ist die neue Taktik unter Trainer Hansi Flick. Durch ein enorm aggressives Pressing weit in der gegnerischen Hälfte, kommen die Münchner immer wieder zu schnellen Ballgewinnen in gefährlichen Positionen. Nur mit wenigen kurzen Pässen können sich die Münchner anschließend mit Leichtigkeit freispielen, bevor sich die gegnerische Abwehr ideal positionieren kann.

Individuell und als Einheit stark: FC Bayern für die Gegner unberechenbar

Neben der Taktik ist es vor allem aber auch die individuelle Qualität der Einzelspieler, die den Unterschied macht. So hat sich Robert Lewandowski im fortgeschrittenen Alter nochmal weiterentwickelt. Torgefährlich, mannschaftsdienlich und technisch herausragend, ist der komplette Angreifer derzeit möglicherweise der beste Spieler der Welt. Daran hat auch sein kongenialer Partner Thomas Müller einen großen Anteil. Das Zusammenspiel der beiden langjährigen Gegner funktioniert tadellos und auch sonst zeigt sich der beste Vorlagengeber der Bundesliga so stark in Form wie lange nicht mehr.

Nach dem Wegfall, der legändere Flügelzange Robben und Ribery, konnten sich auch Gnabry und Coman noch einmal weiterentwickeln und beleben die Offensive mit Tempo und Torgefahr. Gemeinsam mit der Torgefahr von Goretzka und der spielerischen Qualität von Kimmich bilden Mittelfeld und Angriff eine perfekte Einheit. Die Offensivstärke so vieler Spieler ist es, was die Bayern für die Gegner so unberechenbar machen.

Mit einem Schnitt von 3,3 Toren pro Spiel in den vergangenen 12 Monaten ist der FCB die unangefochtene Nummer 1 in Europa. Kein anderes Team aus den Top 5-Ligen kann solch eine Torquote vorweisen.